Spanien Bomben in Hotels - mindestens zwölf Verletzte

In zwei Hotels an der spanischen Ostküste Costa Blanca sind durch Bombenanschläge mindestens zwölf Menschen verletzt worden, zwei sogar schwer. Die Terrororganisation Eta hatte kurz zuvor vor den Attentate gewarnt.




Alicante: Ein Verletzter wird vor dem Hotel versorgt
DPA

Alicante: Ein Verletzter wird vor dem Hotel versorgt

Alicante/Benidorm - Die Sprengsätze detonierten jeweils in einem Zimmer im ersten Stock des Hotels Residencia Bahia in Alicante und im Hotel Nadal in Benidorm. Das Hotel Residencia Bahia liegt nur wenige hundert Meter von der in Spanien regierenden Volkspartei (PP) entfernt.

Unter den zwölf Opfern ist auch ein 24-jähriger Hamburger Sprachschüler, wie die Behörden mitteilten. Er sei in Alicante von Glassplittern getroffen worden. Sein Zustand sei aber nicht ernst. Mindestens vier weitere Ausländer wurden ebenfalls verletzt. Das Auswärtige Amt (AA) in Berlin bestätigte, dass ein 24-jähriger Deutscher unter den Verletzten sei.

Ein Anrufer, der sich als Vertreter der Eta ausgegeben habe, soll sich zuvor an die baskische Zeitung "Gara" gewandt und Anschläge für kurz nach Mittag angekündigt haben. Die Sprengsätze detonierten dann etwa 20 Minuten früher als angekündigt im Abstand von wenigen Minuten.

Erst vor zwei Wochen hatte die Eta mit neuem Bombenterror in spanischen Feriengebieten gedroht. Die Terroristen wollen damit den Tourismus als wichtigsten Wirtschaftszweig des Landes in die Knie zwingen. Seit 1979 hat die Eta vor allem zur Sommerzeit mehr als 100 Bombenanschläge in spanischen Urlaubsorten verübt. Dabei wurden zwar Touristen verletzt, aber noch nie getötet.



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