Spanien Opposition klagt gegen Homo-Ehe

Die Homo-Ehe ist in Spanien erst seit Anfang Juli erlaubt, aber die konservative Opposition hat bereits Klage vor dem Verfassungsgericht eingereicht. Sie "entstellt die Natur der Ehe als soziale und juristische Institution", heißt es in der Klageschrift.


Madrid - Damit verstoße die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren gegen die Verfassung, argumentiert die Volkspartei (PP). Ein Sprecher der regierenden Sozialisten kritisierte die Klage. "Das einzige, was hier verfassungswidrig ist, ist die Diskriminierung", sagte Pedro Zerolo. Er wies darauf hin, dass in Umfragen eine große Mehrheit der Spanier die Homo-Ehe billige.

Spanien ist neben den Niederlanden, Belgien und Kanada das einzige Land, in dem homosexuelle Ehen den heretosexuellen rechtlich gleichgestellt sind. Seit Einführung der Neuregelung wurden etwa 300 gleichgeschlechtliche Paare in Spanien getraut. Vor der gesetzlichen Neuregelung gab es in dem Land heftige Proteste der katholischen Kirche und konservativer Kräfte.



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