Spekulation über Vergiftung Juschtschenko lässt sich in Wien untersuchen

Der ukrainische Oppositionsführer Wiktor Juschtschenko ist überraschend für eine medizinische Untersuchungen nach Wien gereist. Die Ärzte wollen herausfinden, was die mysteriöse Krankheit des Präsidentschaftskandidaten auslöste. Juschtschenko hatte die ukrainischen Behörden beschuldigt, sie hätten versucht, ihn zu vergiften.

Wien - Er wolle bis kommenden Montag für Untersuchungen zur Verfügung stehen, sagte Juschtschenko am Freitag auf einer Pressekonferenz in Wien. Sollten dann noch weitere Test erforderlich sein, werde er auch länger bleiben. Die Ärzte in der Privatklinik Rudolfinerhaus in Wien arbeiten nach eigenen Angaben auf der Grundlage von drei Vergiftungstheorien. Sie erwarten von der Auswertung neuer Blutproben Aufschluss über die Krankheitsursache.

Juschtschenko hatte wegen der Erkrankung bereits während des ukrainischen Wahlkampfs im September drei Wochen in der Klinik verbracht. Sein Gesicht ist durch die mysteriöse Krankheit schwer entstellt.

Vor seiner Abreise nach Wien sagte der Präsidentschaftskandidat in Kiew, er befinde sich nach seiner Erkrankung nun wieder "in normaler körperlicher Verfassung" und sei auf dem Weg zur vollständigen Genesung. Er zeigte sich überzeugt, dass seine Erkrankung auf eine Vergiftung zurückzuführen ist. Es sei "zweifellos geplant gewesen, mich zu ermorden". Juschtschenko wiederholte, er fühle sich als Sieger der Präsidentenstichwahl und sei zuversichtlich, deren Wiederholung am 26. Dezember zu gewinnen.