Spionage-Flugzeug Peking gibt grünes Licht für US-Inspektion

Noch immer ist der Streit zwischen den USA und China um das auf der Insel Hainan notgelandete Spionageflugzeug nicht ganz beigelegt. Nun erlaubt Peking den Amerikanern erstmals eine Inspektion der Maschine.


Das US-Spionageflugzeug auf Hainan: Die US-Crew konnte nicht alle Daten löschen
AP

Das US-Spionageflugzeug auf Hainan: Die US-Crew konnte nicht alle Daten löschen

Peking - Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua mitteilte, ist die Untersuchung des Flugzeugs und die Sammlung von Beweisen beendet. Die Erlaubnis zur Inspektion des Aufklärungsflugzeugs, das auf dem Flughafen Lingshui auf Hainan steht, sei angesichts internationaler Praxis im Umgang mit solchen Fällen gegeben worden, meldete Xinhua. Beide Seiten hätten in Peking mehrere Gespräche zu dem Thema gehabt.

Dabei hätten die USA zugestimmt, China eine bestimmte Summe zu zahlen. Die genaue Höhe der Zahlung und wofür werde in einer weiteren Verhandlungsrunde geklärt. Beide Seiten hätten auch übereingestimmt, über Wege zu diskutieren, wie solche Zwischenfälle in Zukunft vermieden werden können.

Bei den Konsultationen habe Peking seine grundsätzliche Positionen über die Kollision am 1. April wiederholt, wonach das US-Flugzeug den chinesischen Jet gerammt habe. Demgegenüber hatte Washington dem chinesischen Piloten riskantes Flugverhalten vorgeworfen. Beide Seiten wollten ihre Diskussionen über eine endgültige Lösung der Frage des Flugzeuges fortsetzen, schrieb die Staatsagentur.

Nach dem Zwischenfall hatte China die aus 24 Mitgliedern bestehende US-Besatzung festgehalten. Nachdem Washington sein "Bedauern" über den Vorfall geäußert hatte, durfte die Crew am 12. April nach Hause fliegen. Als Entschuldigung wollte Washington dies allerdings nicht verstanden wissen.



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