Sri Lanka Explosionen und Schießerei bei Razzia gegen Terrorverdächtige

Nach den Anschlägen mit mehr als 250 Toten laufen die Ermittlungen in Sri Lanka weiter. Bei einer Hausdurchsuchung fanden Ermittler nun mehrere Sprengstoffwesten. Kurz darauf erschütterten Explosionen den Ort.

Wache vor Kirche: Nach den Anschlägen wurden die Sicherheitsvorkehrungen verschärft
REUTERS/Thomas Peter

Wache vor Kirche: Nach den Anschlägen wurden die Sicherheitsvorkehrungen verschärft


In einem Wohnhaus in Sri Lanka haben Polizei und Armee mehrere Sprengstoffwesten sowie Materialien zur Herstellung von Bomben gefunden. Nach der Razzia im Ort Sammanthurai im Osten des Inselstaates gab es dort zudem drei Explosionen und eine Schießerei, wie die Polizei mitteilte. Die Details waren zunächst unklar.

Sieben junge Muslime seien festgenommen worden, hieß es von der Polizei. Fernsehbilder zeigten eine Flagge der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS), die auch in dem Haus gefunden worden sein soll. Dies bestätigte die Polizei zunächst nicht. Der Ort befindet sich nicht weit von der Stadt Batticaloa, wo am Ostersonntag eine Kirche angegriffen worden war.

Sieben Selbstmordattentäter hatten sich am Ostersonntag nahezu gleichzeitig in drei Kirchen in mehreren Städten und drei Luxushotels in der Hauptstadt Colombo in die Luft gesprengt. Ein weiterer Anschlag auf ein Fünf-Sterne-Hotel scheiterte. Einige Stunden später explodierten zwei weitere Bomben in einem kleinen Hotel und in einem Wohnhaus in Vororten Colombos. Insgesamt kamen mehr als 250 Menschen ums Leben.

Der IS reklamierte die Selbstmordanschläge für sich. Als Täter macht Sri Lanka eine einheimische Islamistengruppe verantwortlich, die aber Hilfe aus dem Ausland gehabt haben müsse.

asc/dpa/Reuters

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