Sri Lanka Viele Tote bei Selbstmordanschlag

Im umkämpften Nordosten Sri Lankas hat eine Selbstmordattentäterin mindestens 17 Menschen mit in den Tod gerissen. Bei den Opfern soll es sich vor allem um Flüchtlinge des Bürgerkriegs handeln.


Colombo - Die Frau zündete ihren Sprengsatz vor einem vom Militär eingerichteten Auffanglager für Flüchtlinge, berichtete das Verteidigungsministerium in Colombo am Montag. Dabei sollen 17 Menschen ums Leben gekommen und 45 weitere verletzt worden sein. Unter den Opfern sollen vor allem Frauen und Kinder sein, hieß es. Die Sicherheitskräfte machten die Rebellen der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) für den Anschlag östlich der Stadt Kilinochchi verantwortlich.

Die LTTE ist nach Angaben der Armee inzwischen auf einem nur noch 150 Quadratkilometer großen Landstrich an der Nordostküste Sri Lankas von Soldaten eingekesselt. Internationale Hilfsorganisationen schätzen, dass in dem Gebiet in der Region Mullaitivu rund 200.000 Zivilisten festsitzen. Mehrere Tausend Menschen sollen nach Angaben des Verteidigungsministeriums in den vergangenen Tagen aus dem Kampfgebiet in von der Armee kontrollierte Gebiete geflüchtet sein.

ler/dpa



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