Persischer Golf Iran verkündet Freigabe von britischem Tanker

Mehr als zwei Monate hielt Iran den britischen Öltanker "Stena Impero" fest. Nun darf das Schiff einem Regierungssprecher zufolge das Land verlassen.

Tanker "Stena Impero": Untersuchung laut einem Regierungssprecher abgeschlossen
SPIEGEL ONLINE

Tanker "Stena Impero": Untersuchung laut einem Regierungssprecher abgeschlossen


Der seit Mitte Juli in der Straße von Hormus beschlagnahmte britische Öltanker "Stena Impero" darf laut iranischem Präsidialamt in Teheran ablegen. Die juristischen Untersuchungen seien abgeschlossen und die Verstöße des Schiffes "verziehen", sagte Regierungssprecher Ali Rabiei.

Die Entscheidungen vor Ort zeigten, dass der Tanker losfahren dürfe, so der Sprecher laut der Nachrichtenagentur Fars. Ob das Schiff bereits Iran verlassen hat, sagte Rabiei nicht.

Die iranischen Revolutionsgarden hatten das Schiff am 19. Juli unter dem Vorwurf festgesetzt, Vorschriften des Seerechts im Persischen Golf missachtet zu haben. Die juristischen Untersuchungen in der südiranischen Hafenstadt Bandar Abbas hatten laut Teheran 65 Tage gedauert.

Sieben der 23 Crewmitglieder waren bereits Anfang September freigelassen worden, aus humanitären Gründen, wie Irans Außenamtssprecher mitteilte.

Im Persischen Golf gibt es immer wieder Schiffe und Boote, die illegal Öl und Gasöl in die benachbarten arabischen Golfstaaten schmuggeln. Zwar werden einige von ihnen von der iranischen Küstenwache oder den Revolutionsgarden festgesetzt, immer wieder kommen aber auch Schiffe durch. Nach iranischen Angaben handelt es sich dabei um organisierte Kriminalität, und es sei daher schwierig, die Hintermänner dieser Schmugglerbanden zu fassen.

cte/dpa

insgesamt 12 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Niteftef 23.09.2019
1. Schön
Hat Iran also den Tanker auch freigelassen. Ein kleines Zeichen der Entspannung. Und dass das klar ist: Ja, der Iran wird von einem schlimmen Regime regiert, aber das ist kein Grund für einen Krieg, wie manche zu denken scheinen.
touri 23.09.2019
2.
Ich vermute mal dass das Schiff mit dem iranischen Öl sein Ziel jetzt erreicht hat. Hoffentlich ist das Drama damit zuende.
HeisseLuft 23.09.2019
3. Ist so
Zitat von touriIch vermute mal dass das Schiff mit dem iranischen Öl sein Ziel jetzt erreicht hat. Hoffentlich ist das Drama damit zuende.
Schon vor längerer Zeit. Die Ex-Grace-1 ist vor der libanesischen Küste entladen worden, das Öl dürfte sich nun in Syrien befinden...
Jugendlicher 23.09.2019
4. schön für den Iran
schlecht für GB und die USA. Schiff nicht erwischt und der Plan hat nicht geklappt.
thoms1957 23.09.2019
5. Laut Iran gibt es organisierten Ölschmuggel
Das stimmt sicher. Und ich gehe jede Wette ein, dass die Revolutionsgarden ganz enorm davon profitieren, indem sie wegschauen - gegen Geld natürlich. Überhaupt ist der Schmuggel da sehr profitabel, schließlich ist das Land ganz oben auf den Sanktionslisten. Heuchlerisch wie sie sind, können sich diese Garden ggf. als Saubermänner generieren, wie in dem Fall des beschlagnahmten Stena Tankers. Und der Iran sabotiert nicht etwa die Schiffahrt. Nein - er bekämpft den Schmuggel. Wer's glaubt...
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.