Stichwort Kriegsgefangener

Der festgenommene irakische Machthaber Saddam Hussein gilt nach Ansicht von Pentagon-Anwälten als Kriegsgefangener. Was bedeutet das?


Washington - Kriegsgefangene sind Personen, die als Soldaten oder Kombattanten in einem internationalen Konflikt der gegnerischen Seite in die Hand gefallen sind. Internationales Recht sichert ihnen eine unter allen Umständen menschenwürdige Behandlung und einen besonderen Status zu, auf den sie nicht verzichten können.

Kriegsgefangene unterstehen der Regierung des feindlichen Staates, nicht den Personen oder Organisationen, die sie festgenommen haben. Neben Angehörigen der Streitkräfte können alle diejenigen Personen den Status als Kriegsgefangene erhalten, die zur kämpfenden Bevölkerung zählen und die Vorschriften des Kriegsrechts einhalten, so genannte Kombattanten. Die Behandlung von Kriegsgefangenen regeln die Haager Landkriegsordnung aus dem Jahr

1907 und die Genfer Konventionen. Unter anderem werden den Kriegsgefangenen ihr persönliches Eigentum und die Ausübung der Religionsfreiheit garantiert, geregelt sind weiterhin ihre Arbeitspflicht, Verpflegung und ärztliche Betreuung. Nach Abschluss eines Friedensabkommens müssen Kriegsgefangene umgehend in ihr Heimatland entlassen werden.



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