Stimmabgabegeräte Versteigerung im Internet


Milwaukee - Wer etwas für den Hauch der Geschichte übrig hat, hat jetzt die Gelegenheit, sich ein Andenken an die US-Präsidentschaftswahl fürs Wohnzimmer zu besorgen: Der Bezirk St. Croix im Staat Wisconsin lässt mehrere der bei der jüngsten Wahl benutzten Stimmabgabegeräte versteigern.

Nicht zuletzt wegen der Kontroverse um die entsprechenden Geräte in Florida verbot die Wahlkommission in Wisconsin deren Einsatz ab Ende kommenden Jahres. 20 der Geräte einschließlich zugehöriger Stimmzettel für die Wahl 2000 werden von einem Internetauktionshaus, das sich auf ausgemusterte Artikel von Geschäften und Behörden spezialisiert hat, versteigert.

Erlöse aus dem Verkauf sollen in die Anschaffung neuer Maschinen fließen, die nach Angaben eines Bezirkssprechers pro Stück 5500 Dollar (11.600 Mark) kosten. Am Freitag lagen drei Angebote zu je 300 Dollar vor. Bei den in drei verschiedenen Größen erhältlichen Geräten handelt es sich um solche, bei denen der gewünschte Kandidat durch das Stanzen eines kleinen Lochs markiert wird. In Florida kam es zu Unstimmigkeiten, weil das Loch teilweise nicht vollständig ausgestanzt war und der Stimmzettel daher nicht im Sinne des Wählers gewertet wurde.

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