Nach Anschlag in Straßburg Fünf weitere Verdächtige festgenommen

Vor eineinhalb Monaten starben bei einem Anschlag in Straßburg mehrere Menschen. Jetzt gab es fünf weitere Festnahmen. Die Personen werden laut Berichten verdächtigt, die Tatwaffe besorgt zu haben.

Französische Polizisten in Straßburg
AFP

Französische Polizisten in Straßburg


Im Zusammenhang mit dem Anschlag nahe dem Straßburger Weihnachtsmarkt hat die französische Polizei fünf Personen festgenommen. Das bestätigten Behördensprecher mehreren Nachrichtenagenturen. Zuvor hatte die Zeitschrift "Le Point" darüber berichtet.

Die Hintergründe der Festnahmen sind noch nicht offiziell geklärt. Laut mehreren Berichten geht es allerdings darum, wie der Attentäter Chérif Chekatt an die Tatwaffe gelangt ist. In dem Bericht der "Le Point" hieß es, dass einer der nun Festgenommenen, ein 78 Jahre alter Mann, den Revolver verkauft hätte, den Chekatt benutzt hat.

Auch die Nachrichtenagentur AFP schrieb, dass die Festgenommenen im Verdacht stehen, dem Attentäter die Tatwaffe beschafft zu haben. Außerdem gehören sie laut der Nachrichtenagentur alle derselben Familie an.

Erste Festnahmen bereits im Dezember

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete ebenfalls, dass die Festnahmen im Zuge der Untersuchung, wie Chekatt an die Waffe gelangt war, erfolgten. Der Nachrichtenagentur AP hingegen bestätigte ein Sprecher hingegen nicht, dass die Festgenommenen etwas mit der Beschaffung der Waffe zu tun haben könnten.

Der mehrfach vorbestrafte Chekatt hatte am 11. Dezember in der Nähe des Straßburger Weihnachtsmarkts auf Passanten geschossen und fünf Menschen getötet. Nach einer zweitägigen Großfahndung wurde der 29 Jahre alte Attentäter von der Polizei erschossen. Er hatte vor seiner Tat der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) die Treue geschworen.

Schon im Dezember waren mehrere Personen im Zusammenhang mit dem Anschlag festgenommen worden. Auch sie wurden verdächtigt, Chekatt geholfen zu haben, an eine Waffe zu gelangen.

aev/AFP



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