Strategie-Debatte Oberkommando rüffelt kritischen General

In Zeitungsinterviews hatte sich der Generalleutnant William Wallace kritisch über die Vorbereitungen der US-Truppen geäußert. Beim Oberkommando in Katar kam das offenbar nicht sonderlich gut an.

Doha - Vertreter des Oberkommandos haben Wallaces Kritik am Freitag öffentlich zurückgewiesen. Weder Stärke noch Kampfkraft der irakischen Truppen seien unterschätzt worden, sagte Brigadegeneral Vincent Brooks im Hauptquartier. Damit reagierte er auf Berichte der "Washington Post" und der "New York Times", die Interviews mit Wallace geführt hatten, dem höchstrangigen Offizier der im Irak einmarschierten Infanterie.

Wallace hatte den Journalisten erklärt, dass ein nicht erwartetes Verhalten der irakischen Streitkräfte und die ausgedehnte Nachschubkette den Vormarsch verlangsamt hätten. "Der Gegner, den wir bekämpfen, unterscheidet sich von dem, den wir in unseren Manövern hatten", wurde Wallace zitiert. Ein Grund dafür seien vor allem die paramilitärischen Kräfte, deren Stärke unterschätzt worden sei. "Wir wussten, dass es sie gibt, aber wir wussten nicht, wie sie kämpfen würden."

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