Sudan Gelbsucht in Flüchtlingslager - viele Tote

In der sudanesischen Krisenregion Darfur wird die Lage immer dramatischer. In einem Flüchtlingslager brach eine tödliche Gelbsucht aus.


Elend im Sudan: Angst vor Epidemien
DPA

Elend im Sudan: Angst vor Epidemien

Nairobi - Wegen schlechter Hygiene-Bedingungen würde sich die Hepatitis E schnell verbreiten, berichtete die Ärztin Henia Dakkak der BBC. Sie sprach von einer "alarmierenden" Situation. Dakkak arbeitet für die Uno. In einem Flüchtlingslager in Darfur seien schon mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. Spendengelder für die Aufarbeitung von Trinkwasser seien dringlich.

Im Kalma- Flüchtlingslager in Süd-Darfur befürchtet die britische Hilfsorganisation Oxfam außerdem den Ausbruch von Cholera. Vertreter anderer Hilfsorganisationen haben bereits seit längerem vor dem Ausbruch von Epidemien gewarnt.

Die Uno hatte im März um Spenden in Höhe von 349 Millionen Dollar für die von Reitermilizen terrorisierte Bevölkerung in Darfur gebeten. Bisher gab es aber nur Zusagen für weniger als die Hälfte. Insgesamt wurden nach Schätzungen 1,2 Millionen Menschen während des 18 Monate währenden Konflikts vertrieben und rund 50.000 Menschen durch Gewalt, Hunger oder Krankheiten getötet.



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