Im Haus von Sudans Ex-Präsident Sicherheitskräfte finden Säcke mit Banknoten bei Baschir

Nach dem Sturz des sudanesischen Präsidenten al-Baschir wurden mehr als Hundert Millionen Dollar in bar in dessen Haus gefunden. Zudem kamen ranghohe Mitglieder seiner Regierung offenbar in Haft.

Sudans gestürzter Präsident Omar al-Baschir
REUTERS

Sudans gestürzter Präsident Omar al-Baschir


Nach Angaben des Senders BBC sind im Haus des gestürzten sudanesischen Präsidenten Umar al-Baschir Tausende Banknoten in großen Säcken sichergestellt worden. Der Wert soll sich laut eines Informanten der Nachrichtenagentur Reuters auf mehr als Hundert Millionen Dollar belaufen.

Al-Baschir sitzt nach Angaben seiner Familie in einem Gefängnis in der Hauptstadt Khartum. Er war 30 Jahre an der Macht am 11. April nach monatelangen Protesten durch einen Militärputsch entmachtet worden.

Mittlerweile haben die Behörden offenbar auch mehrere ranghohe Mitglieder der bisherigen Regierungspartei NCP festgesetzt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider.

Demnach seien der amtierende NCP-Chef Ahmed Haroun und der ehemalige erste Stellvertreter des abgesetzten Präsidenten verhaftet worden. Schon zuvor hatte es aus dem Justizministerium geheißen, die Staatsanwaltschaft ermittle gegen Baschir wegen des Verdachts von Geldwäsche und des Besitzes großer Geldbeträge ohne rechtliche Grundlage.

Nach der Machtübernahme durch das Militär soll zunächst ein Militärrat das zentralafrikanische Land mit 40 Millionen Einwohnern regieren. Viele Sudanesen fordern dagegen eine rasche Übergabe der Macht an eine Zivilregierung.

fek/Reuters



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