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11. Juli 2019, 23:17 Uhr

Laut Militärregierung

"Putschversuch" im Sudan vereitelt

Sudans regierender Militärrat hat nach eigenen Angaben einen "Putschversuch" verhindert. Offiziere und Soldaten der Armee und der Geheimdienste hätten versucht, einen Staatsstreich auszuführen.

Im Sudan ist nach Angaben des regierenden Militärs ein Putschversuch verhindert worden. Verantwortlich dafür seien Mitglieder der Streitkräfte und Sicherheitskräfte, teilte der Leiter des Sicherheitskomitees des militärischen Übergangsrats, Dschamal Omar Ibrahim, in einer live übertragenen Fernsehansprache mit.

Ziel sei gewesen, die kürzlich erzielte Einigung zwischen der Militärführung und der Opposition über die Bildung einer Übergangsregierung in dem ostafrikanischen Land zu blockieren, hieß es. Die "regulären Streitkräfte" hätten den Versuch vereitelt, etliche Menschen seien festgenommen worden, sagte Omar. Der Anführer des Putschversuchs und einige andere Militärs würden noch gesucht. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

Der Militärrat und die Demonstranten hatten sich vergangenen Freitag nach zähen Verhandlungen auf einen Kompromiss für die Bildung einer Übergangsregierung geeinigt. Die soll den Weg für Neuwahlen in drei Jahren ebnen.

Im April wurde Langzeit-Präsident Omar al-Baschir vom Militär gestürzt. Dem Putsch waren monatelange Massenproteste und eine Sitzblockade in der Hauptstadt Khartum vorausgegangen. Daraufhin rangen das Militär und die Opposition um die Bildung einer Übergangsregierung. Am 3. Juni töteten Sicherheitskräfte bei der Auflösung der Sitzblockade mehr als 120 Menschen.

mkl/AFP/dpa

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