Südafghanistan Sieben Nato-Soldaten sterben bei Bombenanschlag

Bei einem Anschlag der Taliban sind sieben Nato-Soldaten in Afghanistan gestorben. Die Explosion traf eine US-Patrouille im Süden des Landes nahe der Grenze zu Pakistan. Es war der folgenschwerste Angriff auf die Nato-Truppen seit einem Monat.


Kabul - Bei einem Bombenanschlag auf eine Nato-Patrouille sind am Donnerstag sieben US-Soldaten getötet worden. Bei der Explosion in der Provinz Kandahar in Südafghanistan an der Grenze zu Pakistan starben zudem zwei afghanische Polizisten, wie General Abdul Rasik, der Chef der Grenzpolizei in der Region, erklärte. Zu dem Anschlag bekannten sich die radikalislamischen Taliban.

Die Explosion des Sprengsatzes war der folgenschwerste Angriff auf die internationalen Truppen in Afghanistan seit dem 27. April, als ein afghanischer Soldat neun Menschen - acht US-Soldaten und einen US-Zivilisten - auf einem Stützpunkt in der Hauptstadt Kabul erschoss.

Ein weiterer Soldat der von der Nato geführten Truppen in Afghanistan kam beim Absturz eines Hubschraubers im Osten des Landes ums Leben. Damit wurden in diesem Monat schon 38 Nato-Soldaten in Afghanistan getötet. Erst am Mittwoch starb ein Bundeswehr-Soldat bei einem Anschlag nordwestlich von Kundus.

Nach Angaben der unabhängigen Website icasualities.org wurden seit Beginn des internationalen Militäreinsatzes in Afghanistan vor zehn Jahren mehr als 2400 ausländische Soldaten getötet.

ulz/dapd/AFP



insgesamt 7 Beiträge
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lensenpensen 26.05.2011
1. Es ist Krieg...
und Menschen sterben. Vor sieben Türen werden wieder Priester und "Messenger" auftauchen und die schlimmste Nachricht überbringen. Aber was hat es gebracht und wird es etwas ändern? Ich weiß ehrlich nicht, was wir hier diskutieren könnten....
Act_of_Peace, 27.05.2011
2. Hmm
Nichts wie raus da aus diesen Landstrichen, Grenzen zu diesen dicht, sich selbst überlassen! Und keine Ausnahme! Die Grenzen sind dicht! Was für eine fürchterliche Vorstellung! Aber ich habe keine Antwort auf den Tod von 7 jungen Menschen die in diesen (unwürdigen?) Landstrichen unterwegs sind "die westlichen Werte der Freiheit" zu verteidigen. Die Frage ist - wollen das Karsai und Konsorten wirklich? Eher nicht - so der Eindruck! Also - raus da! Und Grenzen dicht!
valjumper 27.05.2011
3. Es werden sicherlich (hoffentlich oder nicht??!!??) noch viel mehr sterben
Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um... Ein altes Sprichwort! Das Problem: Nicht die Menschen, die umkommen, haben sich selbst in Gefahr begeben, sondern sind von verantwortunglosen Menschen (sprich: POLITKER/INNEN) in den Tod geschickt worden. Hier muss Frau Merkel an erster Stelle genannt werden! (deshalb sollte sie auch wegen Mordes vor Gericht, aber welcher Staatsanwalt wagt es schon, die Schuldenmutti anzuklagen ?
Rodri 27.05.2011
4. ...
Es sind sogar schon 39 diesn Monat gestorben (31 bis einschließlich Mittwoch + 8 von gestern). Wenn man sich die Monate Juni, Juli und August des letzten Jahres ansieht und bedenkt, dass die Offensive der Taliban grad erst begonnen hat, dann kann die Nato sich auf einen unbequemen Sommer gefasst machen.
Lord Solar Plexus, 27.05.2011
5. Plump
Zitat von valjumperWer sich in Gefahr begibt, kommt darin um... Ein altes Sprichwort! Das Problem: Nicht die Menschen, die umkommen, haben sich selbst in Gefahr begeben, sondern sind von verantwortunglosen Menschen (sprich: POLITKER/INNEN) in den Tod geschickt worden. Hier muss Frau Merkel an erster Stelle genannt werden! (deshalb sollte sie auch wegen Mordes vor Gericht, aber welcher Staatsanwalt wagt es schon, die Schuldenmutti anzuklagen ?
Was die Bundeswehr betrifft, hat der Deutsche Bundestag die Einheiten entsandt, nicht Frau Merkel. Und ja, im Bundestag sitzen PolitikerInnen, das liegt in der Natur der Sache. Was also soll diese plumpe Kritik?
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