Südafrika Ausschreitungen bei Studentenprotesten

Die Studiengebühren in Südafrika sollen steigen, dagegen demonstrieren Studenten und Dozenten seit Wochen. Nun eskalierte ein Protest vor dem Parlament in Kapstadt: Die Polizei setzte Tränengas ein.

Zusammenstöße in Kapstadt: Mit Tränengas gegen Demonstranten
REUTERS

Zusammenstöße in Kapstadt: Mit Tränengas gegen Demonstranten


In Südafrika wächst der Unmut über eine geplante Erhöhung von Studiengebühren. Am Mittwoch gingen landesweit Studenten, Eltern und Dozenten auf die Straße. Vor dem Parlament in Kapstadt kam es nach Angaben des TV-Senders eNCA zu gewalttätigen Ausschreitungen, als Studenten Eingangstore durchbrachen. Alle wichtigen Universitäten des Landes wurden geschlossen.

Polizisten drängten die Demonstranten unter Einsatz von Tränengas zurück. Einer kleinen Gruppe von Studenten gelang es dennoch, auf das Parlamentsgelände vorzudringen. Insgesamt wurden 23 Menschen in Kapstadt festgenommen. Auch in Port Elisabeth ging die Polizei mit Blendgranaten und Gummigeschossen gegen die Demonstranten vor.

Die Proteste hatten vor einer Woche in Johannesburg begonnen. Am Vortag lehnten die Studenten einen Kompromissvorschlag ab. Dieser sah vor, die Gebühren um sechs Prozent zu erhöhen - statt der zuvor geplanten rund zehnprozentigen Erhöhung. Die Studenten fürchten, dass die Erhöhung der Studiengebühren dazu führt, dass weniger arme Südafrikaner studieren können.

brk/dpa/AFP



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