Angaben aus Seoul Südkoreas Militär feuert Warnschüsse gegen russisches Flugzeug

Das Verteidigungsministerium in Seoul meldet, dass ein russisches Militärflugzeug in den Luftraum des ostasiatischen Landes eingedrungen sei. Man habe Warnschüsse abgegeben.

Südkoreanische Kampfjets (Archivbild)
Kim Hong-Ji/ REUTERS

Südkoreanische Kampfjets (Archivbild)


Vor der Ostküste Südkoreas hat am Dienstag ein russisches Militärflugzeug den Luftraum des ostasiatischen Landes verletzt. Das meldet das Verteidigungsministerium in Seoul. Die südkoreanischen Luftstreitkräfte starteten demnach als Reaktion auf den Vorfall eigene Kampfjets - die Warnschüsse abgefeuert hätten.

Die russische Maschine sei demnach in den Luftraum Südkoreas vor der Ostküste nahe der Felseninselkette Dokdo eingedrungen, teilte ein Sprecher mit. Nach Berichten südkoreanischer Medien handelte es sich um einen russischen Bomber.

Es sei das erste Mal gewesen, dass eine russische Militärmaschine den Luftraum Südkoreas verletzt habe. Die Hintergründe sollten nun aufgeklärt werden.

Die Militärmaschine, die den Luftraum verletzt habe, habe zuvor neben anderen russischen Kampfflugzeugen ohne Vorankündigung die sogenannte Luftraumüberwachungszone Südkoreas durchquert, hieß es.

Auch chinesische Militärflugzeuge seien in diese Zone eingedrungen. Ob es sich um ein gemeinsames Manöver der russischen und chinesischen Streitkräfte handelte, war zunächst unklar. Nähere Details oder Reaktionen aus Russland sind bisher nicht bekannt.

Das russische Verteidigungsministerium erklärte in einer ersten Stellungnahme laut der Nachrichtenagentur Reuters, es habe zwischen den südkoreanischen und russischen Piloten keinen Kontakt gegeben. Die Flugmanöver der Südkoreaner nahe der russischen Bomber seien unprofessionell gewesen.

aar/mho/dpa/AFP



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zynischereuropäer 23.07.2019
1.
Alles halb so wild, die haben sich nur verirrt. Passiert russischen Militärs ja häufiger. Nur wenn sie danach ungefragt bleiben sollte man hellhörig werden...
quark2@mailinator.com 23.07.2019
2.
Und das, obwohl Galileo doch wieder geht ... Nein, im Ernst, da muß man froh sein, daß Südkorea keine späte Rache für Flug 007 genommen hat. Seltsam, daß das gleich in Formation passiert ist. Da würde ich wirklich gern wissen, was da dahinter steckt. Ziemlich heiße Ecke da, mit Russland, Nordkorea, China, Südkorea und Japan. Eine US-Trägerkampfgruppe ist auch meist in der Nähe, mitunter sogar zwei. Wirklich keine Gegend, wo man Provokationen brauchen kann. Sollte das ein Versuch gewesen sein, die Radarstellungen und Reaktionszeiten herauszufinden ?
juba39 23.07.2019
3. Exaktheit wäre besser
"Die Militärmaschine, die den Luftraum verletzt habe, habe zuvor neben anderen russischen Kampflugzeugen ohne Vorankündigung die sogenannte Luftraumüberwachungszone Südkoreas durchquert, hieß es. " Wo also befand sich die Maschine genau? Denn der Luftraum eines Staates ist nicht identisch mit der Luftraumüberwachungszone. Es wäre, wie beim Iran mit marinetraffic, auch hier besser gewesen, SPON hätte diese Meldung mit einem einfachen Screen von flightradar oder ähnlichen Tracker verifiziert. So bleibt wieder einmal der schale Geschmack, hier wurde uns wieder, allein durch Wording, ein fake serviert, um eine Lapalie als Sensation zu verkaufen. Und da tut man sich extra die Tortur an, gestern das PDF zum Fall Relotius zu lesen.
mk1964 23.07.2019
4.
Zitat von juba39"Die Militärmaschine, die den Luftraum verletzt habe, habe zuvor neben anderen russischen Kampflugzeugen ohne Vorankündigung die sogenannte Luftraumüberwachungszone Südkoreas durchquert, hieß es. " Wo also befand sich die Maschine genau? Denn der Luftraum eines Staates ist nicht identisch mit der Luftraumüberwachungszone. Es wäre, wie beim Iran mit marinetraffic, auch hier besser gewesen, SPON hätte diese Meldung mit einem einfachen Screen von flightradar oder ähnlichen Tracker verifiziert. So bleibt wieder einmal der schale Geschmack, hier wurde uns wieder, allein durch Wording, ein fake serviert, um eine Lapalie als Sensation zu verkaufen. Und da tut man sich extra die Tortur an, gestern das PDF zum Fall Relotius zu lesen.
LOL, glauben Sie wirklich russische Militärmaschinen fliegen mit eingeschaltetem Transponder in den südkoreanischen Luftraum?
k70-ingo 23.07.2019
5.
Zitat von quark2@mailinator.comUnd das, obwohl Galileo doch wieder geht ... Nein, im Ernst, da muß man froh sein, daß Südkorea keine späte Rache für Flug 007 genommen hat. Seltsam, daß das gleich in Formation passiert ist. Da würde ich wirklich gern wissen, was da dahinter steckt. Ziemlich heiße Ecke da, mit Russland, Nordkorea, China, Südkorea und Japan. Eine US-Trägerkampfgruppe ist auch meist in der Nähe, mitunter sogar zwei. Wirklich keine Gegend, wo man Provokationen brauchen kann. Sollte das ein Versuch gewesen sein, die Radarstellungen und Reaktionszeiten herauszufinden ?
Danke, daß Sie das US-Militär erwähnt haben. So weiß man gleich, in welche Richtung gedacht wird.
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