Abschuss in Richtung Meer Seoul meldet neuen nordkoreanischen Raketentest

Trotz internationaler Proteste setzt Nordkorea seine Waffentests offenbar unbeirrt fort. Laut offiziellen Angaben aus Seoul hat das kommunistische Nachbarland eine Flugabwehrrakete abgefeuert.


Nordkoreas Militär hat offenbar erneut eine Rakete in Richtung offenes Meer abgefeuert. Eine Flugabwehrrakete sei nach dem Start im Nordosten des Landes etwa hundert Kilometer geflogen und offenbar ins Japanische Meer (Ostmeer) gestürzt, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul mit.

Nur wenige Stunden zuvor hatte sich US-Präsident Barack Obama mit der südkoreanischen Präsidentin Park Geun Hye und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe in Washington getroffen. Dabei hatten die USA angesichts nuklearer Drohgebärden Nordkoreas der vergangenen Wochen ihren Schulterschluss mit beiden Ländern betont.

Zuletzt hatte das wegen seines Atomprogramms isolierte Nordkorea mehrere Artilleriegeschosse und Raketen in Richtung Wasser abgeschossen, darunter auch eine Mittelstreckenrakete.

Die Tests werden auch als Demonstration von Stärke gesehen. Wegen eines neuen Atomtests des Landes im Januar und eines ebenfalls umstrittenen Starts einer Weltraumrakete hatte der Uno-Sicherheitsrat seine Sanktionen gegen das kommunistische Regime verschärft. Nordkoreas Raketentests werden in Seoul zudem als Reaktion auf ein Großmanöver der US-Streitkräfte mit Südkorea gewertet.

kev/AFP/dpa

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