Koreanisches Gipfeltreffen Kim begrüßt Moon in Pjöngjang

Musik, Blumen, eine Umarmung: Zum ersten Mal seit elf Jahren ist ein südkoreanischer Präsident in die Hauptstadt Nordkoreas gereist. Moon Jae In will mit Kim Jong Un über die atomare Abrüstung verhandeln.

YONHAP NEWS AGENCY/DPA

Südkoreas Präsident Moon Jae In ist am Dienstag zu seinem angekündigten Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un nach Pjöngjang gereist. Es ist die erste Reise eines südkoreanischen Präsidenten in die nordkoreanische Hauptstadt seit elf Jahren.

Kim und seine Frau empfingen Moon und seine Gattin persönlich am Flugzeug, als beide die Rolltreppe herabstiegen. Die beiden Politiker umarmten sich bei der Begrüßung herzlich. Hunderte Nordkoreaner - ausgestattet mit Plastikblumen, nordkoreanischen Nationalfahnen und Wiedervereinigungsflaggen - bejubelten die Begegnung am Flughafen. Eine Militärkapelle spielte Marschmusik.

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Moon trifft Kim: Gipfel in Pjöngjang

Nordkorea hatte nur wenige ausgesuchte Journalisten zugelassen. Die Ankunft Moons war jedoch im südkoreanischen Fernsehen zu verfolgen. Es ist nach Angaben aus Seoul die erste Live-Übertragung eines Gipfels in Pjöngjang in der Geschichte beider Koreas.

Im Mittelpunkt des dreitägigen Gipfeltreffens stehen der Abbau des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms sowie eine Friedenslösung zwischen beiden Seiten, die sich seit dem Ende des Koreakriegs 1953 völkerrechtlich noch im Kriegszustand befinden. Bis Ende des Jahres soll es eine Friedenserklärung geben, Moon will bei seinem Besuch in Pjöngjang in diesem Punkt entscheidende Fortschritte machen. Das Motto des Gipfels lautet: "Frieden, eine neue Zukunft."

Moon will auch zwischen den USA und Nordkorea vermitteln. Die Gespräche zwischen beiden Seiten sind festgefahren. Zwar hatte Kim bei seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump im Juni in Singapur - das viele eher als Show werteten - in die atomare Abrüstung seines Landes eingewilligt. Doch ein Zeitplan oder Kontrollmaßnahmen wurden nicht ausgearbeitet. Immerhin nannte Nordkoreas Machthaber Anfang September erstmals eine Zeitplan: Bis Anfang 2022 wolle er atomar abrüsten.

Seoul erhofft sich von der weiteren Annäherung an das Nachbarland zudem stärkere wirtschaftliche Verbindungen: Südkoreas Präsident kam mit einer 200-köpfigen Delegation nach Pjöngjang, darunter sind mächtige Wirtschaftsbosse wie die Vize-Chefs von Samsung und Hyundai sowie Popstars.

Für Moon und Kim ist es bereits das dritte Treffen in diesem Jahr. Die ersten beiden Begegnungen im Frühjahr fanden im Grenzort Panmunjom statt.

aar/dpa

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opinio... 18.09.2018
1. q. e. d.
Maximalforderungen durchzusetzen ist Holzhammer- Diplomatie. Geben und nehmen führt, wie man erneut sehen kann, weiter.
jörg69 18.09.2018
2. Trumps erste Amtszeit
Wie können Sie mir früh morgens einen solchen Schrecken einjagen? Trumps erste Amtszeit endet regulär Anfang 2021 und nicht Anfang 2022. Oder hat er da schon was gedreht? Ist die US-Verfassung "Fake news"?
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