Signal der Entspannung Süd- und Nordkorea planen hochrangige Gespräche

Die Regierungen in Pjöngjang und Seoul planen die hochrangigsten offiziellen Gespräche seit sieben Jahren. Bei einem Treffen im Grenzort Panmunjon wollen Vertreter aus Nord- und Südkorea über Schritte zur Entspannung der Lage auf der Halbinsel diskutieren.

Delegationen in Panmunjon: Gespräche "über allgemeine innerkoreanische Angelegenheiten"
AP

Delegationen in Panmunjon: Gespräche "über allgemeine innerkoreanische Angelegenheiten"


Seoul/Pjöngjang - Die beiden koreanischen Staaten haben sich auf Gespräche zwischen hochstehenden Regierungsvertretern geeinigt. Das Treffen werde an diesem Mittwoch im Grenzort Panmunjom auf südkoreanischer Seite stattfinden, teilte das Vereinigungsministerium in Seoul am Dienstag mit.

Nordkorea habe die Gespräche "über allgemeine innerkoreanische Angelegenheiten" bereits am Samstag vorgeschlagen, ohne konkrete Themen zu nennen. Südkorea erhofft sich jedoch unter anderem Fortschritte bei humanitären Projekten.

Berichten südkoreanischer Medien zufolge wären es die hochrangigsten offiziellen Gespräche zwischen beiden Ländern seit sieben Jahren. Die südkoreanische Delegation wird vom Leiter des Sekretariats des Nationalen Sicherheitsrats unter dem Präsidialamt, Kim Kyou Hyun, angeführt. Pjöngjang habe ausdrücklich die Teilnahme eines Vertreters des Präsidialamts in Seoul gewünscht, sagte eine Sprecherin des Vereinigungsministeriums.Nordkorea will den stellvertretenden Leiter der für innerkoreanische Angelegenheiten zuständigen Vereinigten Front-Abteilung der herrschenden Arbeiterpartei, Won Dong Yon, schicken.

Seoul will regelmäßige Familientreffen

Obwohl es vor dem Treffen keine Tagesordnung gibt, werden nach Angaben Südkoreas "Diskussionen über wichtige bilaterale Fragen erwartet". Dazu gehöre auch ein reibungsfreier Ablauf der geplanten Treffen auseinandergerissener Familien in diesem Monat. Auch will Seoul über eine Einigung für regelmäßige Verwandtentreffen reden.

Das kommunistische Regime in Nordkorea hatte zuletzt mehrmals Vorschläge für Aussöhnungsmaßnahmen gemacht. Diese waren allerdings mit dem Aufruf verbunden, dass Südkoreas Streitkräfte ihre Frühjahrsmanöver mit dem US-Militär streichen. Dies hatten beide Länder aber strikt abgelehnt und den Beginn der Manöver für den 24. Februar angekündigt. Sie wiesen den üblichen Vorwurf Pjöngjangs zurück, mit den Manövern einen Angriff vorzubereiten.

Auf die ersten Familientreffen seit mehr als drei Jahren hatten sich beide Koreas in der vergangenen Woche geeinigt. Nordkorea hatte später angesichts der Manöverpläne Südkoreas und der USA gedroht, die Treffen abzusagen.

syd/dpa

insgesamt 6 Beiträge
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tobiash 11.02.2014
1. Konkretes Thema, ...
... ist wie immer die desolate Versorgung des nordkoreanischen Volkes mit Lebensmitteln. Der Kommunismus sorgt für die Misswirtschaft, der neokapitalistische Süden muss den Norden füttern. Wie gehabt!
gmbr 11.02.2014
2. Dann wollen wir hoffen, daß....
es bei den Koreanern besser läuft als bei den Deutschen!!
fd53 11.02.2014
3. @tobiash: ich habe eine Frage
Zitat von tobiash... ist wie immer die desolate Versorgung des nordkoreanischen Volkes mit Lebensmitteln. Der Kommunismus sorgt für die Misswirtschaft, der neokapitalistische Süden muss den Norden füttern. Wie gehabt!
Wo bitte soll der Norden die notwendigen Lebensmittel hernehmen? Die landwirtschaftliche Nutzfläche im Norden wäre sogar bei absoluten Weltrekordernten auf dieser kleinen Fläche für die Ernährung der Bevölkerung zu klein. Und für Importe hat man kein Geld, weil man wegen einem extremen Embargo eigentlich fast nichts (außer Rohstoffe zu Billigpreisen) exportieren darf. Und wer nichts exportieren darf, der hat auch kein Geld zum Einkaufen. Genau deshalb erhält das Land seit Jahren von der UNO eine gewisse Menge an Lebensmittellieferungen, deren Verwendung und Verteilung UNO-Mitarbeiter (auch Deutsche) überwachen . * Also woher bitte soll der Norden die notwendigen Lebensmittel hernehmen? Ich bitte um eine konkrete und sachliche Antwort.
ren1622 11.02.2014
4. @ gmbr
Solche Kommentare sind nun wirklich nicht hilfreich. Vorschläge, Initativen und Selbstlosigkeit sind hilfreich. Guten Abend
norman.schnalzger 11.02.2014
5. Verhandlungen
Glaubt jemand wirklich, dass Verhandlungen mit dem verrückten Moppelchen irgendetwas bringen? Bei der nächsten Kleinigkeit droht er doch eh wieder mit nem Atomschlag
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