Südkoreas Verteidigungsministerium "Nordkorea muss schnell verschwinden"

Ungewohnt scharf hat die südkoreanische Regierung das Regime in Pjöngjang angegriffen. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul sagte: "Nordkorea muss schnell verschwinden!"

Sprecher Kim Min Seok: "Nordkorea existiert nur zur Unterstützung einer einzigen Person"
AP

Sprecher Kim Min Seok: "Nordkorea existiert nur zur Unterstützung einer einzigen Person"


Seoul - Hasstiraden aus Pjöngjang gegen die Nachbarn in Südkorea gehören zum Alltag. Wiederholt hat das Regime von Kim Jong Un mit Atomschlägen und Angriffen auf den Südteil der Halbinsel gedroht. Staatsmedien bezeichnen die südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye regelmäßig als Hure.

Nun hat sich ein Regierungsvertreter in Seoul ungewohnt scharf über den Staat im Norden geäußert. "Nordkorea muss schnell verschwinden", weil es kein richtiges Land sei und dessen Regime regelmäßig lüge, sagte am Montag der Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums, Kim Min Seok.

"Es existiert nur zur Unterstützung einer einzigen Person", sagte Kim, der damit auf Nordkoreas Diktator Kim Jong Un anspielte. Es gebe in dem Land weder Menschenrechte noch persönliche Freiheiten. Dass sich Regierungsvertreter in Seoul so direkt über das Regime in Pjöngjang äußern, ist höchst ungewöhnlich.

Die Attacke des Sprechers ist eine Reaktion auf jüngste Äußerungen aus Nordkorea. Die Regierung im Norden hat bestritten, drei Drohnen zu Spionagezwecken in den Süden geschickt zu haben. Südkorea hatte in der vergangenen Woche dagegen erklärt, die Untersuchungen hätten eindeutig ergeben, die Fluggeräte kämen aus Nordkorea. Die Drohnen waren in Südkorea abgestürzt und im März und April nahe der Grenze gefunden worden. Nordkorea hatte Seoul vorgeworfen, die Vorfälle erfunden zu haben.

syd/dpa

insgesamt 16 Beiträge
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Seite 1
ambulans 12.05.2014
1. so,
wie dieser herr, sprachen früher - zwischen '33 und '45 - die nazis ...
ariovist1966 12.05.2014
2. Volle Zustimmung!
Bombt die Steinzeitkommis endlich ins Jenseits! Freiheit für die geknechteten Nordkoreaner.
pförtner 12.05.2014
3. Der Mann muss weg
Wer so etwas sagt,der handelt auch so! Und wer so handelt mussn schnell verschwiden,auch wenn er Südkoreas Verteidigungsminister ist !
smartphone 12.05.2014
4. Mit gewissen Abstrichen.......
trifft so einiges selbst bei uns hier zu. Stichwort Agenda2010 - Stellt sich hier die Frage ,wer so alles verschwinden muß ...wenn selbst VG Urteile geflissentlich ignoriert und dumpfe/tumbe Ängste wie "Sozialschmarotzer" als Generallegitimation herhalten müssen .... Hierzulande werden ganz schnell Grundgesetzgarantierte Grundrechte einkassiert auf wessen Anordnung ?
vonkoesten 12.05.2014
5. Logisch
Zitat von ariovist1966Bombt die Steinzeitkommis endlich ins Jenseits! Freiheit für die geknechteten Nordkoreaner.
Genau: am besten mal beim Friedensnobelpreisträger nachfragen. Der hilft sicher, wenn's in Kiew nicht bald klappt!
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