Burmas Parlament Suu Kyi übernimmt Vorsitz der Rechtskommission

Burmas Oppositionsführerin Suu Kyi hat eine neue Herausforderung: Sie leitet die Parlamentskommission für Rechtsstaatlichkeit und Frieden - keine einfache Aufgabe. Die Lage der jahrzehntelang unterdrückten Minderheit der Rohingya dürfte für Streit sorgen.

Abgeordnete Suu Kyi: Vorsitzende der Parlamentskommission für Rechtsstaatlichkeit
DPA

Abgeordnete Suu Kyi: Vorsitzende der Parlamentskommission für Rechtsstaatlichkeit


Rangun/Naypyidaw - Aung San Suu Kyi leitet künftig den Parlamentsausschuss für Rechtsstaatlichkeit und Frieden. Das Parlament berief Burmas prominente Oppositionsführerin zur Vorsitzenden des Gremiums. Das teilten Abgeordnete in der Hauptstadt Naypyidaw mit.

Die Kommission besteht aus 15 Mitgliedern, sie soll sich mit Fragen der Einbindung der ethnischen Minderheiten beschäftigen. Suu Kyi hatte bei Nachwahlen am 1. April einen Parlamentssitz gewonnen.

Für Zündstoff dürfte in der Kommission die Lage der muslimischen Minderheit der Rohingya an der Grenze zu Bangladesch sorgen. In der Region sind bei Unruhen seit Ende Mai mehr als 70 Personen ums Leben gekommen. Die Rohingya sollen auch Thema des nächsten Gipfeltreffens der islamischen Staaten in Saudi-Arabien sein.

Nach dem Ende der jahrzehntelangen Herrschaft der Militärjunta in Burma wird das südostasiatische Land inzwischen von einer formal zivilen Regierung unter Ex-General Thein Sein geführt. Er hat bereits erste Schritte zu einer Öffnung des Landes eingeleitet. Unter anderem ermöglichte der neue Präsident Suu Kyi eine Rückkehr in die Politik. Die 67-Jährige stand einen großen Teil der vorangegangenen zwei Jahrzehnte unter Hausarrest.

heb/dpa/AP

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albertdasschaf 07.08.2012
1. Warum interessiert das keinen?
Einer der wenigen Lichtblicke in der Zeitgeschichte wäre es wert beachtet zu werden. Ein geschundenes Land rappelt sich auf! Gut, sehr gut!
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