Symbolhafter Auftritt Obama und Clinton treffen sich zur Einheitsfeier

Tag der Einheit bei den Demokraten: Für ihren ersten gemeinsamen Auftritt haben sich Barack Obama und Hillary Clinton einen besonderen Ort ausgesucht. In dem Dorf in New Hampshire bekamen die beiden nicht nur exakt die gleiche Stimmenzahl. Es trägt auch einen bedeutungsschwangeren Namen.


Washington - Bis vor kurzem waren sie erbitterte Rivalen, nun gilt es die Kräfte für das Rennen um das Weiße Haus zu bündeln: Am Freitag steht wie bereits angekündigt der erste gemeinsame Auftritt von Barack Obama und Hillary Clinton auf der Wahlkampfagenda der US-Demokraten. Am Montag wurde nun auch der Ort des geschichtsträchtigen Ereignisses bekannt.

Clinton und Obama (bei einem Treffen in Pennsylvania): Wahlkampf in Unity
DPA

Clinton und Obama (bei einem Treffen in Pennsylvania): Wahlkampf in Unity

Knapp 1700 Einwohner, fast allesamt weiß, das Durchschnittsalter liegt knapp über 40: Das ist die Stadt im US-Bundesstaat New Hampshire, die den schönen Namen Unity trägt - zu deutsch "Einheit". Das Event soll unter dem Titel "Unite for Change" stattfinden.

Der Ort, so ist zu lesen, wurde nicht nur wegen seines bedeutungsschweren Namens für den Auftritt des Demokratenduos ausgewählt. In Unity erhielten die beiden Kandidaten bei der Vorwahl in New Hampshire - der ersten überhaupt - auch exakt die gleiche Stimmenzahl: Je 107 Wähler zählte am 8. Januar sowohl das Obama- wie auch das Clinton-Lager. Hillary Clintons Mann Bill will nicht nach Unity kommen, sondern die Bühne allein den beiden früheren Kontrahenten überlassen.

Der Vorsitzende der Demokratischen Partei in New Hampshire ist von der Wahl des Ortes ganz begeistert. "Es ist eine Ehre für New Hampshire, Gastgeber dieses historischen Ereignisses zu sein", wird Raymond Buckley auf der Website der Zeitung "Union Leader" zitiert. Die Entscheidung nach Unity zu kommen, zeige nicht nur die Bedeutung des Bundesstaates bei der Wahl im November, sie sei auch eine "starke Botschaft der Einheit".

Bereits am Donnerstag wollen sich Obama und Clinton in einem Hotel in Washington in vertraulicher Runde zusammensetzen. Dabei sollen auch frühere Spender Clintons anwesend sein. Clinton will ihren Geldgebern, die mit der Unterstützung Obamas zuletzt zögerten, den Kandidaten der Demokraten vorstellen.

Clinton hatte ihren Wahlkampf erst vor kurzem ausgesetzt, nachdem der Senator von Illinois die notwendige Mehrheit an Delegierten für den Nominierungsparteitag sicher hatte.

phw/Reuters

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