Asylpolitik Innenminister wollen mehr Syrien-Flüchtlinge aufnehmen

Deutschland will Syrern helfen, die vor Chaos und Gewalt in ihrer Heimat fliehen. Bund und Länder wollen jetzt offenbar 10.000 weitere Flüchtlinge aufnehmen.
Syrisches Flüchtlingsmädchen im Libanon: 10.000 weitere Plätze

Syrisches Flüchtlingsmädchen im Libanon: 10.000 weitere Plätze

Foto: AP/dpa

Bonn - Millionen Menschen sind auf der Flucht aus Syrien, viele suchen in den Nachbarländern ein neues Leben. Auch Deutschland will den Flüchtlingen jetzt stärker helfen. Die Innenminister von Bund und Ländern haben sich darauf geeinigt, weitere 10.000 Personen aus dem Bürgerkriegsland aufzunehmen.

Das verlautete am Rande der Innenministerkonferenz in Bonn. Bislang gibt es in Deutschland zwei Sonderprogramme mit je 5000 offiziellen Plätzen für Flüchtlinge. Außerdem haben fast alle Bundesländer - bis auf Bayern - kleinere Aufnahmeprogramme gestartet. Flüchtlingsexperten fordern aber ein deutlich großzügigeres Kontingent.

Der Bund werde die Kosten für das gesamte Kontingent übernehmen, berichtete die Zeitung "Die Welt". Im Gegenzug werden die Länder die möglichen Krankenkosten für Syrer tragen, die in Deutschland bei Familienangehörigen Zuflucht suchen.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hatte kürzlich angedeutet, die Bundesregierung habe sich bereits auf 10.000 weitere offizielle Plätze verständigt.

Derzeit leben etwa 40.000 syrische Bürgerkriegsflüchtlinge in der Bundesrepublik. Der weit überwiegende Teil ist allerdings als Asylbewerber gekommen und nicht über die schon bestehenden Bundesprogramme.

kgp/heb/dpa/AFP