Syrien 42 Zivilisten bei Luftangriffen in Rakka getötet

Unter den Opfern sollen auch 19 Kinder sein: Laut Aktivisten sind in der nordsyrischen Stadt Rakka bei Luftangriffen der Anti-IS-Koalition insgesamt 42 Zivilisten gestorben.

Kämpfe in Rakka am 20. August 2017
REUTERS

Kämpfe in Rakka am 20. August 2017


Bei Luftschlägen auf die syrische Stadt Rakka sind laut Aktivisten 42 Zivilisten getötet worden. Unter den Opfern sollen auch 19 Kinder sein. Das berichtet die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die Angriffe sollen von der Anti-IS-Koalition geflogen worden sein, der unter anderem die USA und Großbritannien angehören.

Die Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen von einem Netzwerk aus Ärzten und Aktivisten in Syrien. Die Angaben sind meist nicht unabhängig überprüfbar. Sie haben sich in der Vergangenheit aber meist als zuverlässig erwiesen. Bereits am Sonntag waren laut den Aktivisten 27 Zivilisten in Rakka getötet worden.

Die von den USA angeführte Koalition unterstützt mit ihren Luftangriffen die Syrischen Demokratischen Kräfte - ein kurdisch-arabisches Bündnis - bei ihrer Offensive auf die Stadt. Es hat seit Anfang Juni knapp 60 Prozent der einstigen syrischen IS-Hochburg erobert. Die Anti-IS-Koalition versichert, alles ihr Mögliche zum Schutz der Zivilbevölkerung zu tun. Seit Beginn ihres Einsatzes 2014 wurden aber Hunderte Zivilisten bei Angriffen getötet.

kae/AFP



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