US-Angriff in Syrien Hochrangiger Qaida-Terrorist offenbar getötet

Er galt als enger Vertrauter von Qaida-Chef Sawahiri und soll für mehrere Anschläge verantwortlich gewesen sein. Nun ist Abu al-Khayr al-Masri Medienberichten zufolge in Syrien getötet worden.


Ein führendes Mitglied der Terrororganisation al-Qaida ist in Syrien offenbar bei einem amerikanischen Drohnenangriff getötet worden. Dabei handelt es sich mutmaßlich um Abu al-Khayr al-Masri. Das berichten die britische Zeitung "Mirror" und Journalisten des Senders CNN.

Der 59-Jährige soll an den ersten großen Qaida-Anschlägen auf zwei US-Botschaften in Afrika 1998 beteiligt gewesen sein.

Das Qaida-Mitglied war demnach mit dem Auto in der syrischen Provinz Idlib unterwegs, als das Fahrzeug von einer Raktete getroffen wurde. Darüber berichtete auch die "Bild"-Zeitung. Im Internet tauchten zudem Bilder auf, die das zerstörte Auto zeigen sollen.

Nach "Mirror"-Angaben war Abu al-Khayr al-Masri mit einer Tochter von Osama bin Laden verheiratet. Der Anführer des Terrornetzwerks wurde 2011 bei einer Kommandoaktion von US-Spezialeinheiten in Pakistan getötet.

Bereits Anfang Februar hatten US-Streitkräfte in Syrien bei zwei Luftangriffen elf Mitglieder des Terrornetzwerks al-Qaida getötet: Die USA kämpfen in Syrien vor allem gegen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS). Zuletzt ging die US-Armee dort aber auch immer wieder gegen al-Qaida vor. Die Provinz Idlib wird zu großen Teilen von dem früheren syrischen Ableger des Netzwerks, der Fatah-al-Scham-Front, kontrolliert.

mho



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