Syrien Assad verdreifacht Preis für Befreiung von der Wehrpflicht

Wer genügend Geld hat, kann sich in Syrien von der Wehrpflicht freikaufen. Bisher kostete das 5000 Dollar - ab jetzt 15.000. Vor allem Syrer im Ausland haben diese Chance in der Vergangenheit genutzt.

Syrische Soldaten: 15.000 Dollar für die Befreiung von der Wehrpflicht
AFP

Syrische Soldaten: 15.000 Dollar für die Befreiung von der Wehrpflicht


Damaskus - Viele im Ausland lebende Syrer bezahlen für die Befreiung von der Wehrpflicht, weil sie nicht gegen die Rebellen kämpfen wollen. Das wird jetzt teurer. Nach einem Bericht der regimetreuen Zeitung "al-Watan" vom Dienstag hat Präsident Baschar al-Assad den Preis für die Befreiung vom Dienst an der Waffe jetzt per Dekret von 5000 US-Dollar auf 15.000 US-Dollar hochgesetzt.

Diese Summe gilt nur für Syrer, die sich seit mindestens fünf Jahren im Ausland aufhalten. Syrer, die im Ausland geboren sind, können sich schon für einen Betrag von 500 Dollar freikaufen. Dem Bürgerkrieg in Syrien sind seit 2011 rund 80.000 Menschen zum Opfer gefallen.

Drei Libanesen erschossen

In der Nacht zum Dienstag traf es drei libanesische Soldaten nahe der syrischen Grenze. Sie wurden erschossen. Die Truppen seien vor der nordöstlichen Stadt Arsal in ihrem Fahrzeug von Unbekannten angegriffen worden, verlautete es aus Sicherheitskreisen. Es war der schlimmste derartige Vorfall seit Beginn des bewaffneten Konflikts.

Die meisten Menschen in Arsal unterstützen die Aufständischen im Nachbarland, die gegen Präsident Assad kämpfen. Die Region ist auch ein Anlaufpunkt für viele Flüchtlinge aus Syrien. Der Angriff aus der Nacht schürt die Sorge, dass der Libanon tiefer in den blutigen Syrien-Konflikt hineingezogen werden könnte.

An der Grenze zu Syrien gibt es häufig gewaltsame Zwischenfälle. Am Montag schlugen nahe der ostlibanesischen Stadt Hermel drei aus Syrien abgefeuerte Mörsergranaten ein. Dabei wurde nach Angaben aus Sicherheitskreisen eine Frau getötet. Im Gegensatz zum sunnitisch dominierten Arsal ist Hermel eine Hochburg der schiitischen Hisbollah, deren Kämpfer Assad in Syrien unterstützen.

ler/dpa/AFP

insgesamt 19 Beiträge
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Seite 1
srus22 28.05.2013
1. man könnte
dem land doch auch einfach fern bleiben. ..
ermanerich 28.05.2013
2. Die Trommel
Zitat von sysopAFPWer genügend Geld hat, kann sich in Syrien von der Wehrpflicht freikaufen. Bisher kostete das 5000 Dollar - ab jetzt 15.000. Vor allem Syrer im Ausland haben diese Chance in der Vergangenheit genutzt. http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-assad-verdreifacht-preis-fuer-befreiung-von-der-wehrpflicht-a-902296.html
wird immer lauter. Denke mal bald werden die Syrer genauso verbefreit werden, wie vorher die anderen Unwilligen. Das Strickmuster ist allzu offensichtlich. Dann allerdings haben die Deutschen ein Problem, die dann in unverbrüchlicher Treue zu ihren israelischen Freunden erklären müssen, warum modernste Technik gegen dieses Land zum Einsatz kommt, die der Westen geliefert hat. Die UN wird ihre Truppen am Golan abziehen, da den dann dort antrabeneden Kannibalenbanden die Blauhelme ergal sind. Das die Überschrift nur einen Bruchteil des Artikels einflicht, nun ja - erinnert mich an einen Staat, der jetzt auch failed ist. Mad Max im Zweistromland | Telepolis (http://www.heise.de/tp/artikel/39/39202/2.html)
derandersdenkende, 28.05.2013
3. Dann würde es aber keinen Stoff
Zitat von srus22dem land doch auch einfach fern bleiben. ..
für propagandistische Artikel liefern. Bei einer planmäßigen Hetze muß tagtäglich eine neue Sau durchs Dorf getrieben werden. Stellen Sie sich mal vor, irgendwann geht der Stoff aus. Nicht auszudenken!
oromotofahrer 28.05.2013
4. Völlig OK!
Im Kampf gegen den Internationalen Terrorismus wird das Geld dringend gebraucht! Dann müssen an Stelle dieser Helden halt andere den Kopf hin halten. Wenn Syrien erst von den sunitischen Terroristen erobert ist, haben sie keine Heimat mehr!
immernachdenklicher 28.05.2013
5. Die Kriegstrommeln werden lauter
Zitat von derandersdenkendefür propagandistische Artikel liefern. Bei einer planmäßigen Hetze muß tagtäglich eine neue Sau durchs Dorf getrieben werden. Stellen Sie sich mal vor, irgendwann geht der Stoff aus. Nicht auszudenken!
Heute werden es gleich mehrere Säue aus dem gleichen Stall durch`s Dorf getrieben. Übrigens kaufen sich auch Türken mit viel Geld vom Wehrdienst frei.
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