Kampfeinsätze in Syrien ausgesetzt Australien reagiert auf russische Drohung

Australien stoppt vorerst den Einsatz seiner Luftstreitkräfte in Syrien. Russland betrachtet Flugzeuge der US-Allianz als "Ziele", nachdem diese einen syrischen Jet abgeschossen haben.

Australischer Kampfjet
AFP/ SGT Pete/ Royal Australian Air Force

Australischer Kampfjet


Australien lässt seine Kampfjets in Syrien am Boden. Das Militär fliegt nach dem Abschuss eines syrischen Kampfjets durch die USA vorläufig keine Luftangriffe mehr in dem Bürgerkriegsland. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme, teilte das australische Verteidigungsministerium am Dienstag mit.

Der Grund: Russland kappte nach dem Abschuss des syrischen Kampfflugzeugs den Kommunikationskanal nach Washington und droht seither offen mit dem Abschuss von Flugzeugen der US-amerikanischen geführten Koalition.

Nach Angaben der Militärkoalition hatte die syrische Maschine im Norden des Landes Kämpfer der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) bombardiert. Das aus kurdischen und arabischen Einheiten bestehende und von den USA unterstützte SDF-Bündnis bekämpft in der Region die Terrormiliz "Islamischer Staat".

Moskau nannte den Abschuss des Jets der Assad-Armee einen "Akt der Aggression". Die russische Regierung kündigte an, dass "alle Flugobjekte, einschließlich Flugzeuge und Drohnen der internationalen Koalition", die westlich des Euphrat-Flusses entdeckt würden, von der russischen Flugabwehr und Luftwaffe verfolgt und als "Ziele" betrachtet würden. Australien hat auf diese Warnung nun reagiert.

dop/Reuters/AFP



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