Syrien Assad besucht russische Luftwaffe

Besuch bei den "Brüdern": Im syrischen Bürgerkrieg steht Moskau fest an Assads Seite. Jetzt war der Diktator Gast auf einem russischen Stützpunkt.

AFP/ HO/ Syrian Presidency Facebook page

Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat erstmals den russischen Luftwaffenstützpunkt Hmeimim besucht. Auf Fotos, die von dem Besuch veröffentlicht wurden, ist Assad im Cockpit eines russischen SU-35-Kampfflugzeuges zu sehen. Zudem inspizierte er Waffensysteme und gepanzerte Fahrzeuge. Empfangen wurde er vom russischen Generalstabschef Waleri Gerassimow, wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete.

Der Stützpunkt in der Nähe der Hafenstadt Latakia ist das Zentrum der russischen Streitkräfte, die Assad seit 2015 im Kampf gegen Rebellen und muslimische Extremisten unterstützen. Assad schrieb in ein Gästebuch: "Das syrische Volk wird nicht vergessen, dass seine russischen Brüder in diesem nationalen Krieg an seiner Seite standen."

Assad hat in den vergangenen Tagen im Norden Syriens mehrere Orte besucht. Am Sonntag beging er das Opferfest zum Ende des Ramadans in der Stadt Hama. Am Donnerstag besuchte er nach Berichten der staatlichen Medien verwundete Soldaten in der Region. Dabei wurde er von seiner Frau Asma und den Kindern begleitet, wie Bilder der Medien zeigten.

Zuletzt hatte Russland das syrische Regime gegen Vorwürfe verteidigt, es plane eine Giftgasattacke. Die Vereinigten Staaten haben nach eigenen Angaben Hinweise, dass die syrische Regierung womöglich "einen weiteren Chemiewaffen-Angriff" vorbereitet. Moskau reagierte prompt und erklärte, es lägen keinerlei Hinweise auf Vorbereitungen für einen Angriff mit chemischen Waffen vor.

kev/AFP/Reuters



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