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Satellitenfotos: Geheimanlage in Syrien

Projekt "Zamzam" Syrien baut offenbar geheime Atomanlage

Der syrische Diktator Assad greift offenbar nach der Atombombe. Er lässt eine Anlage errichten, die zum Bau von Nuklearwaffen geeignet sein soll. Das zeigen Satellitenbilder und geheime Dokumente, die dem SPIEGEL vorliegen.

Damaskus - In seinem Land tobt ein blutiger Bürgerkrieg, Hunderttausende sind auf der Flucht. Doch Syriens Präsident Baschar al-Assad hat seine Pläne zum Bau einer Atombombe offenbar trotzdem nicht aufgegeben. Das legen exklusive Dokumente nahe, Satellitenaufnahmen sowie abgehörte Gespräche, die dem SPIEGEL aus Geheimdienstquellen zugänglich gemacht wurden. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL)

Die mutmaßliche Atomfabrik befindet sich unweit der Stadt Homs. Die tief in Stollen gebaute Anlage mit Anschluss an die Stromversorgung und ein Gewässer liegen in einer unzugänglichen Bergregion, nur zwei Kilometer von der libanesischen Grenze entfernt. Westliche Experten vermuten nach Auswertung der Dokumente, dass es sich bei dem Projekt mit dem Codenamen "Zamzam" um einen Reaktor oder eine Anreicherungsanlage handeln könnte.

Nach ihren Analysen hat das syrische Regime 8000 Brennstäbe, die für den Betrieb des 2007 von der israelischen Luftwaffe zerstörten Kibar-Komplexes vorgesehen waren, in die neue Anlage überführen lassen. An "Zamzam" sollen auch nordkoreanische und iranische Fachleute beteiligt sein. Bewacht werden soll das Geheimprojekt von der libanesischen Hisbollah-Miliz, die im syrischen Bürgerkrieg an der Seite Assads kämpft.

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