Kinderhilfswerk Unicef nennt Lage der Kinder in Syrien "unaussprechliche Tragödie"

Der Bürgerkrieg in Syrien geht in seinen sechsten Winter, die Gewalt dauert an. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind Hunderttausende Kinder in höchster Not.

Daniela Schadt
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Daniela Schadt


Die meisten Kinder in Syrien sind nach Angaben von Unicef auf humanitäre Hilfe angewiesen. Eine halbe Million von ihnen erreiche in den belagerten Städten überhaupt keine Unterstützung. Das hat das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen in Berlin erklärt. "Was in Aleppo und anderen Orten Syriens geschieht, sollte kein Kind auf der Welt erleben müssen", sagte Schirmherrin Daniela Schadt.

Viele Kinder in den Konfliktgebieten schweben in höchster Gefahr. Unicef dokumentierte im laufenden Jahr bisher 84 teils gezielte Angriffe auf Schulen, bei denen mindestens 69 Kinder getötet wurden. Verlässliche Informationen über die Gesamtzahl der jungen Opfer des Bürgerkriegs gebe es nicht, 2015 hätten die Vereinten Nationen den gewaltsamen Tod von rund 400 Kindern registriert.

"Es ist wichtig zu betonen, dass alle Konfliktparteien für diese unaussprechliche Tragödie verantwortlich sind", sagte Geert Cappelaere, Unicef-Regionaldirektor Mittlerer Osten und Nordafrika.

Laut dem Unicef-Bericht benötigen insgesamt 8,4 Millionen Kinder in und außerhalb Syriens humanitäre Hilfe. Das Kinderhilfswerk dokumentierte im laufenden Jahr bisher 84 teils gezielte Angriffe auf Schulen, bei denen mindestens 69 Kinder getötet wurden. Verlässliche Informationen über die Gesamtzahl der jungen Opfer des Bürgerkriegs gebe es nicht, 2015 hätten die Vereinten Nationen den gewaltsamen Tod von rund 400 Kindern registriert.

Besonders schlimm sei die Lage in Aleppo. Zehntausende Familien mussten wegen der Kämpfe ihre Häuser verlassen. Uno-Helfer haben zahlreiche Zelte und Notunterkünfte für die Flüchtlinge eingerichtet. Den Vereinten Nationen bereitet vor allem der bevorstehende Wintereinbruch Sorge. Zurzeit würden dort, wo es möglich ist, Winterkleidung und warme Decken verteilt.

zsa/dpa/Reuters



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