Krieg IS soll Massaker in syrischem Dorf verübt haben

Terroristen des "Islamischen Staats" haben ein Dorf in Zentralsyrien überfallen und dort Dutzende Zivilisten ermordet, berichten Menschenrechtsaktivisten. Unter den Toten sollen auch Kinder sein.

IS-Milizionäre in Rakka (Archiv): Weite Landstriche in Syrien und im Irak unter Kontrolle
REUTERS

IS-Milizionäre in Rakka (Archiv): Weite Landstriche in Syrien und im Irak unter Kontrolle


Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hat laut Menschenrechtsaktivisten mindestens 37 Einwohner eines Dorfes im Zentrum Syriens getötet. Einigen der Opfer aus dem Ort Al-Mabudscha östlich der Stadt Hama sei die Kehle durchgeschnitten worden, berichtet die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Andere seien von den Extremisten erschossen oder verbrannt worden.

In dem Ort leben Sunniten, Schiiten und Angehörige der religiösen Minderheit der Alawiten, zu denen auch Syriens Präsident Baschar al-Assad gehört. Einige Einwohner würden noch vermisst, teilten die Menschenrechtler mit. Aktivisten aus der Region zufolge sind unter den Toten auch Kinder und Frauen. Mittlerweile habe die syrische Armee den Ort wieder unter Kontrolle.

In Syrien hatten sich Proteste gegen Assad vor vier Jahren zu einem Bürgerkrieg ausgeweitet. Mehr als 215.000 Menschen sind nach Angaben der Beobachtungsstelle seither getötet worden, Millionen weitere sind im In- und Ausland auf der Flucht. Die Kriegswirren führten unter anderem zum Aufstieg der radikalsunnitischen IS-Miliz, die mittlerweile weite Landstriche in Syrien und im benachbarten Irak kontrolliert.

3,8 Milliarden Dollar für Syrien

Die Weltgemeinschaft hat unterdessen ihre Hilfe für Not leidende Syrer aufgestockt: Auf einer Geberkonferenz in Kuwait sagten Regierungen Syrien am Dienstag eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 3,8 Milliarden Dollar zu.

Allerdings liegt der Betrag deutlich unter den 8,4 Milliarden Dollar, die nach Angaben des Uno-Flüchtlingshilfswerks UNHCR benötigt werden, um die Syrer in Not ausreichend zu versorgen.

Die Bundesregierung sagte neue Hilfsgelder in Höhe von 255 Millionen Euro zu. Vom Auswärtigen Amt kommen 100 Millionen Euro für humanitäre Hilfe in Syrien und den Nachbarländern, wie Außenminister Frank-Walter Steinmeier sagte. Das Entwicklungsministerium hatte bereits 155 Millionen Euro zusätzlich zugesagt.

mka/dpa/AFP



insgesamt 35 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
kuac 31.03.2015
1.
Kurzfristig gibt es für den Westen keine andere Möglichkeit als den Assad zu unterstützen. Er ist keine Gefahr für den Westen und kann ein Bollwerk gegen den IS sein.
FairPlay 31.03.2015
2. Humanitäre Hilfe
löst das Problem des Syrischen Bürgerkrieges nicht. Im Gegenteil, das Problem wird verschlimmert. Ständig Salbe auf das Geschwür zu streichen heilt den Körper nicht. Um den Körper zu heilen muss das Geschwür, die faule Stelle ausgeschnitten werden. Oder soll etwa eine Spendenhilfe das Gewissen beruhigen?
tom.le 31.03.2015
3. Das sind keine Milizionäre
Warum werden diese Kreaturen noch als Milizonäre oder Kämpfer bezeichnet. Das sind Kreaturen, Lebewesen, Bestien oder einfach nur das Krebsgeschwür der restlichen Menschheit.
tobiash 31.03.2015
4. Eine Schande!
Wieder einmal sind uns die IS-Terroristen zuvor gekommen und haben erneut äußerst brutal zugeschlagen, bevor Margot Käsmann die Sache gemeinsam mit Hans-Christian Ströbele auf dem Verhandlungswege beenden konnte. Immer wieder das selbe Leid. Warum nur kommen die beiden immer einen Tick zu spät, obwohl es eben keine Waffen braucht, um "Institutionen" wie die IS in die Schranken zu weisen. Schade...
johnnypistolero 31.03.2015
5. alle....
despoten al quaidas IS und was da draussen noch so rum kreucht und fleucht, ist nichts, gegen die totenzahlen der usa, aber das ist ja auch systemisch gewollt, das darüber berichtet wird, mal sehen ob das hier wieder der spon zensur einheim fällt
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.