Angriff im Sandsturm Islamisten erobern Militärflughafen in Idlib

Al-Qaida und andere islamistische Milizen haben die letzte Basis der syrischen Armee in der Provinz Idlib eingenommen. Für den Angriff nutzten sie einen schweren Sandsturm aus.

Der Militärflughafen in Idlib im März: Zu dem Zeitpunkt noch unter Regime-Kontrolle
REUTERS

Der Militärflughafen in Idlib im März: Zu dem Zeitpunkt noch unter Regime-Kontrolle


Nach zweijähriger Belagerung haben Islamisten den Militärflughafen in der syrischen Provinz Idlib erobert. Das berichtet die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Demnach gehört zu dem Rebellenbündnis auch die Nusra-Front, der syrische Ableger des Terrornetzwerks al-Qaida. Das staatliche Fernsehen bestätigte den Rückzug der Regierungstruppen von dem Gelände.

Den Angaben zufolge nutzten die Islamisten einen heftigen Sandsturm aus, der in den vergangenen Tagen über große Teile Syriens gefegt war. Der Militärflughafen Abu al-Duhur - die letzte Basis der Armee in der Provinz - war allerdings nicht mehr in Betrieb und wurde nicht mehr für Angriffe der Luftwaffe genutzt, berichtet die Beobachtungsstelle.

Die Schlacht um den Militärstützpunkt hatte Ende August mit Selbstmordanschlägen begonnen, die Rebellen hatten sich am Eingang des Geländes festgesetzt. Al-Nusra und mit ihr verbündete Gruppierungen kontrollierten bereits die Gegend nördlich des Flughafens.

Ende März hatten die Extremisten, die auch die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" bekämpfen, die Stadt Idlib und danach andere Gemeinden in der Provinz erobert. Von hier aus versuchen die Aufständischen, in die Küstenregion um die Stadt Latakia vorzudringen.

Idlib liegt direkt neben der Küstenprovinz Latakia, der Hochburg des Clans des syrischen Machthabers Baschar al-Assad. Dessen Truppen kämpfen seit vier Jahren gegen verschiedene Rebellengruppen. In dem Krieg wurden bisher mindestens 240.000 Menschen getötet, Millionen sind geflohen.

vks/dpa/AFP

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Thom-d 09.09.2015
1.
Ohne massive militärische Hilfe aus der Türkei kann ich mir den Vormarsch dieser Terroristen-Armee schwer vorstellen
vau2 09.09.2015
2.
Der Flughafen liegt östlich von Idlib und ist damit für Assad wertlos. Latakia ist da ein ganz anderes Kaliber. Die Bevölkerung steht hinter Assad und das Gelände von Idlib nach Latakia bietet den Verteidigern beste Deckung. Sollten dann auch noch tatsächlich Russen in Latakia stehen, ist die Nummer zu groß für al-Nusra und Konsorten.
Beat Adler 09.09.2015
3. Die Al Nusra Front ist keine Armee
Zitat von Thom-dOhne massive militärische Hilfe aus der Türkei kann ich mir den Vormarsch dieser Terroristen-Armee schwer vorstellen
Die Al Nusra Front ist keine Armee und sie marschiert auch nicht vor wie eine Solche. Die Terroristen der Al Nusra Front sind Opportunisten. Sie nehmen das ein, was ihnen wie ein reifer Apfel zufaellt. Durch den massiven Einsatz von Selbstmordattentaetern, genau die Taktik des IS, gelingen eben Erfolge im asymetrischen Krieg gegen mehr oder weniger regulaere Armeen. Die russische Armee, wenn sie denn in Latakia aufmarschiert, wird es erleben. mfG Beat
Beat Adler 09.09.2015
4. In Latakia gab es vor Kurzem Terroranschlaege
Zitat von vau2Der Flughafen liegt östlich von Idlib und ist damit für Assad wertlos. Latakia ist da ein ganz anderes Kaliber. Die Bevölkerung steht hinter Assad und das Gelände von Idlib nach Latakia bietet den Verteidigern beste Deckung. Sollten dann auch noch tatsächlich Russen in Latakia stehen, ist die Nummer zu groß für al-Nusra und Konsorten.
In Latakia gab es vor Kurzem Terroranschlaege. Ob durch Terroristen der Al Nusra Front oder durch Terroristen des IS ist noch nicht bekannt. Latakia ist nicht ausserhalb der Reichweite der beiden Terror-Organisationen. mfG Beat
osnase92 09.09.2015
5.
Die Schlinge zieht sich zu, mal schauen wie Assad sich im Westen hält. Die Welt sollte endlich mal entscheiden was sie möchte, Assad weg und dafür ein drittes Somalia oder erstmal mit Assad gehen und ihn nach dem Ende zu demokratischen Reformen zwingen.
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