Kampfhandlungen in Syrien Iranisches Waffendepot offenbar von Luftangriff getroffen

Bei einem Luftangriff der israelischen Armee soll ein iranisches Waffendepot in Syrien getroffen worden sein. Der vermeintliche Abschuss eines israelischen Kampfjets wirft weiter Fragen auf.

Israelischer Kampfjet
REUTERS

Israelischer Kampfjet


In der Nacht zu Freitag wurde offenbar ein Lager der iranischen Revolutionswächter und der libanesischen Terrormiliz Hisbollah in Syrien von einem Angriff der israelischen Luftstreitkräfte getroffen. Das Lager habe sich südlich von Damaskus befunden, berichtete die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Die Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen von einem Netzwerk aus Aktivisten in Syrien. Die Angaben sind meist nicht unabhängig überprüfbar. Sie haben sich in der Vergangenheit aber meist als zuverlässig erwiesen.

Zunächst hatte die syrische Nachrichtenagentur Sana berichtet, dass eine Stellung der syrischen Armee auf den Golanhöhen an der Grenze zu Israel attackiert worden sei.

Einem früheren Bericht zufolge soll dabei auch ein israelischer Kampfjet abgeschossen worden sein. Ein Sprecher des israelischen Militärs dementierte den angeblichen Abschuss des Kampfflugzeugs jedoch gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters: "Das ist falsch."

Bereits im vergangenen Mai hatte es einen ähnlichen Zwischenfall gegeben, als bei einem Raketenangriff auf eine iranische Militäreinrichtung in Syrien 15 Menschen getötet worden waren. Die syrische Armee machte damals Israel für den Angriff verantwortlich.

Israel verfolgt im Syrienkrieg offiziell eine Politik der Nichteinmischung. Die israelischen Luftstreitkräfte haben jedoch immer wieder Ziele in Syrien angegriffen. Die Bombardierungen richten sich Beobachtern zufolge gegen iranische Truppen und andere Kräfte, die wie die schiitische Hisbollah von Teheran unterstützt werden.

fek/dpa



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