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26. Januar 2014, 18:38 Uhr

Einigung auf Syrien-Konferenz

Frauen und Kinder dürfen belagertes Homs verlassen

Die Syrien-Friedenskonferenz hat ein erstes greifbares Ergebnis. Die Regierung erlaubt Frauen und Kindern, die seit Monaten belagerte Großstadt Homs zu verlassen, teilte Uno-Vermittler Brahimi mit. Möglicherweise kommt es schon am Montag dazu.

Genf - Die Stadt Homs im Westen Syriens ist seit Monaten Schauplatz erbitterter Kämpfe. Jetzt hat die syrische Regierung erlaubt, dass Frauen und Kinder die von einem Belagerungsring umschlossene Stadt verlassen dürfen. Dies teilte der Uno-Sondergesandte Lakhdar Brahimi am Sonntagabend in Genf mit - das erste konkrete Ergebnis der Syrien-Friedenskonferenz. Möglicherweise dürfen die Zivilisten bereits am Montag das Kampfgebiet verlassen.

"Die syrische Regierung hat uns gesagt, dass Frauen und Kinder sofort gehen können", sagte Brahimi. Seit Juni 2012 wird Homs, das zuvor von Rebellen eingenommen worden war, von Truppen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad belagert und beschossen. Tausende Zivilisten leben dort unter fürchterlichen Bedingungen, häufig ohne ausreichend Nahrung und Medikamente.

Die Opposition hatte ebenso wie die Vereinten Nationen von der syrischen Regierung gefordert, einen Korridor für Hilfslieferungen in die Stadt zuzulassen. Darüber hatten die Delegationen auch am Wochenende in Genf gestritten.

Erstmals verhandeln auf der Konferenz in Genf syrische Regierung und Opposition miteinander. Allerdings war der Auftakt in äußerst eisiger Atmosphäre verlaufen. Am Samstag hatte bei der Eröffnungssitzung nur der Uno-Vermittler Brahimi gesprochen, die Vertreter der beiden Konfliktparteien schwiegen sich eine halbe Stunde eisern an.

Am Sonntag hatte es eine zweite Runde von direkten Verhandlungen unter Vermittlung des Sondergesandten Brahimi gegeben. Außerdem empfing er beide Konfliktparteien zu Einzelgesprächen. Dabei ging es laut übereinstimmenden Angaben um die Vorbereitung der Verhandlungen über eine politische Lösung des Konflikts. Diese Gespräche sollen am Montag beginnen.

fdi/Reuters/AFP/dpa

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