Uno-Chef Ban Ki Moons Erklärung im Wortlaut (englisch)

Erst bat Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon die iranische Regierung, an den Syrien-Friedensgesprächen teilzunehmen - nun lädt er sie kurzerhand wieder aus. Lesen Sie hier die Begründung seines Sprechers für den Sinneswandel im Wortlaut (auf Englisch).


New York, 20 January 2014 - Statement attributable to the Spokesperson for the Secretary-General on developments related to Syria

During the brutal conflict of the past three years, the Syrian people have experienced horrendous suffering, humanitarian shortages and human rights abuses. The Geneva Communiqué of 30 June 2012 remains the internationally agreed framework for ending the crisis. It is the basis on which the global community will gather on Wednesday in Montreux, Switzerland, and the foundation for the negotiations between the Syrian parties that will begin on Friday in Geneva.

Throughout the Syrian conflict, the Secretary-General has sought to do everything within his power for a political solution, which is the only path forward. He has consistently maintained that regional partners with influence on the Syrian parties should do their part in promoting implementation of the Geneva Communiqué, including the establishment of a transitional governing body with full executive powers. Most recently, he has tried to ensure that all those who can contribute to the success of a Syrian peace process be present in Montreux to express their solidarity and support for the Syrian people.

In that spirit, in a series of meetings and telephone conversations, senior Iranian officials assured the Secretary-General that Iran understood and supported the basis and goal of the Conference, including the Geneva Communiqué. The Secretary-General is deeply disappointed by Iranian public statements today that are not at all consistent with that stated commitment. He continues to urge Iran to join the global consensus behind the Geneva Communiqué. Given that it has chosen to remain outside that basic understanding, he has decided that the one-day Montreux gathering will proceed without Iran's participation.

The Secretary-General looks forward to joining the initiating parties -- the Russian Federation and the United States -- as well as the other States and organizations that will attend this long-awaited and hugely important push for peace. The Syrian parties, the region and the international community have an opportunity and a responsibility to end the violence and begin a transition towards a new Syria.

wal



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Teddi 20.01.2014
1. Generalsekretär Ban Ki Moon
hat gute Gründe Iran nicht einzuschließen, wenn diese sich den Grundlagen und Zielen der UN nicht unterwerfen wollen, welches Iran durch öffentliche Aussagen anscheinend nicht will. Es wäre hilfreich gewesen, wenn diese "Aussagen" dem Artikel angeschlossen worden wären.
tomatosoup 21.01.2014
2. Die Kehrtwende kam gerade noch rechtzeitig
Falls der Iran sich vor Erhalt der Einladung tatsächlich zu den Zielen der Konferenz bekannt haben sollte, hätte man an die Ehrlichkeit der iranischen Erklärung nicht glauben müssen. "1001 Nacht" lässt grüßen. So gesehen war die Einladung in jedem Fall ein Fauxpas gegenüber dem Rest der Welt, nicht aber der Widerruf der Einladung. Apeasement gegenüber Iran ist ohnehin nicht das Mittel der Wahl, um die Mullahs von der iran. Atombombe fern zu halten.
hellrazz 21.01.2014
3. nice
Warum soll Iran Gen1 Akzeptieren. Warum wollen Amees und UN nicht verstehen, dass viele Syrische Menschen auch mit Assad einverstanden sind?? Vor allem wenn die den Iran nicht einladen, dann mit wem wollen die verhandeln???
sebastianlindner 21.01.2014
4. Geschichtsfälschung
Es kommt der Zustimmung einer totalen Geschichstfälschung gleich, wenn man die US-Angaben unkommentiert stehen lässt. Tatsächlich hat Iran die Genfer UN-Erklärung zu Syrien nie abgelehnt. Wie kann die Islamische Republik Iran das auch, wenn in ihrem eigenen Friedensplan eine Übergangsregierung zwischen der syrischen Regierung und der Opposition mit allen Vollmachten vorgesehen ist? Unter dem Titel "Westliche und iranische Lösungsinitiativen zur Syrien-Krise" findet man den iranischen Friedensplan ins Deutsche übersetzt. In Wirklichkeit waren es die USA, die mehrmals die Genfer UN-Erklärung ablehnten. Wer erinnert sich nicht an die Worte der damaligen US-Außenministerin Hillary Clinton, die unmittelbar nach der Konferenz bei der Pressekonferenz sagte, dass es weiterhin die US-Forderung ist, dass Assad keine Zukunft für Syrien spielen darf? Etwa eine Woche später trafen sich die Freunde Syriens in Paris und forderten abermals den Rücktritt Assads. Dann im Juli 2012 trafen sich abermals diese Freunde in Doha und erkannten die "Nationale Koalition" als die "einzig legitime Vertretung des syrischen Volks" an. Dazu kann ich Ihnen eine ARD-Dokumentationsfilm empfehlen, die ausführlich darlegt, wie die US-Politik die Genfer UN-Erklärung von Anfang an torpedierte. Der Film ist eine Pflichtlektüre für jeden Journalisten, der über die Syrien-Krise schreibt: Die Dokumentation "Die Syrien-Falle" von Hubert Spiel Abgesehen davon haben viele Akteure die Erklärung von 2012 nicht akzeptiert, wie Saudi-Arabien. Wieso verlangt man also eine Vorbedingung von Iran, die man von anderen nicht verlangt?
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