Bürgerkrieg Uno-Organisationen fordern mehr Hilfe für Syrer

Knapp fünf Milliarden Euro hat die Welt für Hilfsaktionen in Syrien versprochen - bislang ist jedoch noch nicht einmal ein Sechstel davon eingegangen. Die Uno-Helfer bitten eindringlich um mehr Unterstützung.

Verteilung von Lebensmitteln in Jarmuk, Syrien: "Die humanitäre Situation verschlechtert sich von Tag zu Tag"
REUTERS

Verteilung von Lebensmitteln in Jarmuk, Syrien: "Die humanitäre Situation verschlechtert sich von Tag zu Tag"


Genf/Damaskus - Die fünf großen Hilfsorganisationen der Vereinten Nationen rufen dringend zur Nothilfe für syrische Kriegsopfer auf. Während sich der Konflikt in Syrien immer weiter ausbreite, blieben internationale Hilfsgelder aus, klagen die Leiter der Organisationen in einer gemeinsamen Erklärung.

Die Hilfswerke für Kinder (Unicef) und Flüchtlinge (UNHCR), das Welternährungsprogramm (WFP), die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Uno-Nothilfekoordinierung (Ocha) hatten im Dezember die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen um 6,5 Milliarden Dollar (4,7 Milliarden Euro) gebeten. Das Geld soll Hilfsaktionen in Syrien im Jahr 2014 finanzieren. Bislang gingen jedoch erst Zusagen über wenig mehr als ein Sechstel der benötigen Summe bei den Uno-Organisationen ein.

"Unser Hilfsappell ist weitgehend unbeantwortet geblieben", heißt es in der Erklärung. "Die humanitäre Situation verschlechtert sich von Tag zu Tag. Das Schlimmste scheint den Menschen erst noch bevorzustehen." Mittlerweile würden 9,3 Millionen Syrer direkt unter dem Krieg leiden. 3,5 Millionen von ihnen lebten in Gebieten, die unter Beschuss stünden. Allein in Aleppo und Umgebung seien 1,25 Millionen Menschen von Nahrungsmittelknappheit betroffen.

Die Uno-Helfer fragen: "Wie kann die Welt die Bemühungen aufgeben, sie zu retten?"

syd/dpa

insgesamt 3 Beiträge
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okba85@gmail.com 23.04.2014
1. nur Werbung und Politik
ich bin ursprünglich Syrer und kenne viele Leute, die vor Ort v.a. im Hilfsorganisationsfeld arbeiten. Wenn dieses Sechstel richtig benutzt wurde, hätte man viel ändern können. Es geht alles nur um Media und Politik... Z.b.: Mit dem Geld, was man für Schule und Ausbildung gedacht hat, werden nur Spielplätze gebaut. Ich bin nicht gegen Spielplätze und die Kinder brauchen das, aber wenn das Geld knapp ist und Millionen von Kindern Analphabet werden, werde ich mit dem Geld vernünftig umgehen und nicht nur Videos von süßen Spielenden Kindern drehen (wegen Media und Politik), während diese Kinder Analphabet sind!
quark@mailinator.com 23.04.2014
2. Politik
Solange Assat an der Macht ist, fließt da nichts, aber sobald man hat, was man will, wird das Geld für den "Wiederaufbau" genauso schnell vor Ort sein, wie die westlichen Konzerne, die diese Aufträge dann bekommen. Dann entsteht mitten im Land noch ein US-Stützpunkt und die Welt ist perfekt.
simao 23.04.2014
3. .....
assad, was hast du nur mit dein volk gemacht, du grausamer Mensch, du Zombie, du unter Mensch. verdammt nochmal, so ein leid da unten, so beschämend. es wird gemordet, zerstört, vergewaltigt, misshandelt, mir fehlen die Worte. fürchterlich, was in syrien passiert.
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