Syrien-Konflikt Mehr als 20 Kinder sterben bei Luftangriffen in Aleppo

Die Zahl der Toten nach syrischen Luftangriffen auf Aleppo steigt: Insgesamt kamen über 70 Menschen ums Leben, berichten Aktivisten. Unter den Opfern seien 28 Kinder. Von Helikoptern seien am Sonntag mit Sprengstoff gefüllte Fässer abgeworfen worden.
Suche nach Überlebenden: Zerstörung nach einem Luftangriff auf Aleppo

Suche nach Überlebenden: Zerstörung nach einem Luftangriff auf Aleppo

Foto: MOLHEM BARAKAT/ REUTERS

Damaskus - Nach den Luftangriffen der syrischen Streitkräfte auf die Stadt Aleppo ist die Zahl der Toten offenbar auf 76 Menschen gestiegen. Das melden Aktivisten. Unter den Opfern des Bombardements seien 28 Kinder und vier Frauen gewesen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Am Sonntag bombardierte die syrische Armee Stadtviertel, die von Rebellen besetzt sind. In den Berichten von Sonntag war bisher von 36 Toten die Rede gewesen, darunter 15 Kinder.

Aktivisten hatten im Internet Bilder gepostet, die zerstörte Häuser und ausgebrannte Autos zeigten und angeblich nach dem Angriff aufgenommen wurden. Das staatliche syrische Fernsehen berichtete, die Regierungstruppen seien in der nördlichen Stadt gegen "bewaffnete Terroristen" vorgegangen.

Nachrichten aus Syrien können von unabhängiger Seite nur schwer überprüft werden. Im syrischen Bürgerkrieg wurden nach Schätzungen von Aktivisten bisher rund 126.000 Menschen getötet. Der Konflikt hatte im März 2011 mit zunächst friedlichen Protesten gegen Staatschef Baschar al-Assad begonnen, entwickelte sich dann aber rasch zu einem bewaffneten Konflikt.

vek/AFP/dpa
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