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Syrien: Schwerer Schaden an Omajjaden-Moschee

Foto: Anonyomous/ AP/dpa

Syrien Minarett der Omajjaden-Moschee in Aleppo eingestürzt

Der zerstörerische Krieg in Syrien hat jetzt auch massiven Schaden an der Omajjaden-Moschee in Aleppo verursacht. Das Minarett aus dem 11. Jahrhundert ist eingestürzt. Rebellen und Militär machen sich gegenseitig dafür verantwortlich.

Istanbul - Erneut ist ein wichtiges historisches Gebäude im syrischen Bürgerkrieg massiv beschädigt worden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana und Oppositionsaktivisten am Mittwoch übereinstimmend berichteten, stürzte das Minarett der Großen Moschee in Aleppo ein. Regierung und Rebellen gaben sich gegenseitig die Schuld dafür.

"Die Panzer (der Streitkräfte - d. Red.) haben das Minarett beschossen, bis es einstürzte", hieß es in einem von den Rebellen ins Internet gestellten Video. Darin wurde bestritten, dass sich Schützen der Aufständischen in dem Turm versteckt hätten. Das Staatsfernsehen berichtete hingegen, eine islamistische Rebellengruppe habe das Gebäude zum Einsturz gebracht und den Vorgang gefilmt, um ihn dann den offiziellen Truppen anzulasten. Die Moschee wurde am 28. Februar von Rebellen erobert.

Die im Jahr 715 errichtete Omajjaden-Moschee in Aleppo war bereits zuvor bei Kämpfen beschädigt worden. Das nun zerstörte Minarett stammte aus dem 11. Jahrhundert.

Ein Sprecher der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte (OSDH) wollte nicht ausschließen, dass der Turm durch die Kämpfe der vergangenen Monate mürbe geworden war und ohne gezielten Beschuss oder eine Sprengung zusammenfiel. Die Moschee steht in der Altstadt von Aleppo, die zum Unecso-Welterbe gehört.

hen/dpa/AFP