Syrienkrieg Nahrungsmittel in Aleppo werden knapp

Die letzten Lebensmittelrationen sind verteilt, eine neue Einigung für Hilfslieferungen gibt es noch nicht. Den knapp 250.000 Einwohnern im Osten von Aleppo droht nun eine Hungersnot.

Kinder in Aleppo
REUTERS

Kinder in Aleppo


Im belagerten Ostteil der umkämpften syrischen Stadt Aleppo wird die Nahrung knapp. Derzeit würden "die letzten Essensrationen" ausgegeben, in der kommenden Woche werde es "nichts mehr zu verteilen geben", sagte der Chef der Uno-Hilfsmission für Syrien, Jan Egeland. Den rund 250.000 Menschen in dem belagerten Gebiet drohe eine Hungersnot.

"Das ist eine entsetzliche Situation", sagte Egeland weiter. Es sei weiterhin nicht absehbar, dass Hilfsorganisationen Zugang erhielten und die Menschen versorgen könnten. Die Vereinten Nationen hätten erst vor Kurzem erneut vergeblich um Sicherheitszusagen für den Transport von Lebensmitteln und Medikamenten sowie für die Möglichkeit gebeten, rund 300 Verletzte aus Ost-Aleppo herausbringen zu können.

Der von Aufständischen kontrollierte Teil Aleppos ist seit Anfang Juli von syrischen Regierungstruppen weitgehend eingekesselt. Immer wieder wird das Gebiet mit Unterstützung der russischen Luftwaffe bombardiert. Trotz etlicher Appelle der Vereinten Nationen wurde Helfern kein sicherer Zugang zu den Notleidenden garantiert.

Am Dienstag hatte Moskau angekündigt, Angriffe von seinem Flugzeugträger "Admiral Kusnezow" in Syrien starten zu wollen. Die Kampfjets und die schwer bewaffneten Begleitschiffe im Mittelmeer sollten Stellungen der Regierungsgegner bei Aleppo bombardieren, sagte ein Vertreter des russischen Verteidigungsministeriums.

vks/Reuters/AFP/dpa



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