Aleppo Rebellen ziehen aus sechs weiteren Vierteln ab

Der Kampf um Aleppo steht kurz vor dem Ende. Das berichten Armeevertreter und die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Kampf um Aleppo
AFP

Kampf um Aleppo


Die Rebellen im Osten der syrischen Stadt Aleppo haben sich nach Angaben von Aktivisten vollständig aus weiteren sechs Vierteln Aleppos zurückgezogen. "Der Kampf um Aleppo hat sein Ende erreicht", sagte der Direktor der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR), Rami Abdel Rahman. Er sprach von einem "vollständigen Zusammenbruch".

Außenminister Frank-Walter Steinmeier sagte auf einer Pressekonferenz in Brüssel, die militärische Lage in Aleppo habe sich binnen der letzten Stunden verändert, es gebe Berichte über den Fall der Stadt, die genaue Situation sei aber noch unklar.

Vertreter der syrischen Armee teilten mit, dass der Kampf seine Endphase erreicht habe. Von einem Fall der Stadt sprachen sie noch nicht.

Tatsächlich sind Areale wie Saif Daula, Salaheddin, Sukkari, Mashhad, und weitere noch nicht vom Regime besetzt. Das Gebiet ist nicht groß, aber dicht bebaut. Mehrere zehntausend Menschen sollen sich dort noch aufhalten.

Über den Tag verteilt hatte es immer wieder Meldungen über das Vorrücken der Assad-Truppen gegeben. Am frühen Montagmorgen hatten die Truppen von Staatschef Baschar al-Assad nach Angaben der SOHR das Stadtviertel Scheich Said am südöstlichen Stadtrand erobert.

Die Beobachtungsstelle, die den bewaffneten Rebellen nahesteht, beruft sich auf zahlreiche Informanten in Syrien. Von unabhängiger Seite sind ihre Angaben nur schwer zu überprüfen, sie haben sich aber meist als richtig erwiesen.

mho/vks/Reuters/AFP



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