Syrien Russischer General bei IS-Angriff getötet

Im Syrienkrieg hat Russland einen ranghohen Offizier verloren: General Waleri Asapow, einer der wichtigsten Militärberater im Land, wurde bei einem Mörserangriff des IS getötet.

Waleri Asapow neben Wladimir Putin
AP/ Sputnik/ Kremlin

Waleri Asapow neben Wladimir Putin


Ein russischer General ist bei Kämpfen in Syrien getötet worden. Das teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Demnach fiel General Waleri Asapow, als er an einem Kommandoposten der syrischen Armee "die syrischen Kommandeure in der Operation zur Befreiung der Stadt Deir-al-Sor unterstützte".

Der General sei bei einem Mörserangriff der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) tödlich verwundet worden, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Tass. Laut Medienberichten war er einer der wichtigsten russischen Militärberater in Syrien und der hochrangigste russische Offizier, der in Syrien getötet wurde.

Asapow spielte offenkundig nicht nur in Syrien, sondern auch im Ukrainekonflikt eine wichtige Rolle an der Front. Laut dem russischen Investigativblog "Conflict Intelligence Team" kommandierte Asapow vor seinem Einsatz in Syrien das erste Armeekorps der von Russland unterstützten "Volksrepublik Donezk" in der Ostukraine.

In der Region um Donezk hatten sich Separatisten - unterstützt durch die russische Regierung und Kämpfer aus Russland - nach der Maidan-Revolution im Februar 2014 von Kiew losgesagt.

Der Revolution waren monatelange Massenproteste vorausgegangen, Hunderttausende Ukrainer gingen gegen den damaligen Präsidenten Wiktor Janukowytsch auf die Straße. Die Demonstrationen hatten sich ursprünglich an Janukowytschs Rückzug von einem EU-Abkommen entzündet, richteten sich dann aber vor allem gegen Korruption und Polizeigewalt der Regierung.

asa/AP



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