Krieg in Syrien Schulgebäude bombardiert - viele Tote

Bei einem Luftangriff in Syrien nahe der IS-Hochburg Rakka sind mindestens 30 Zivilisten getötet worden. Sie waren als Flüchtlinge in einem Schulgebäude untergekommen.


Bei einem Luftangriff auf eine als Flüchtlingsunterkunft genutzte Schule im Norden Syriens sind nach Angaben von Aktivisten mehr als 30 Menschen getötet worden.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR) teilte mit, es sei eine Schule angegriffen worden, in der Vertriebene untergebracht waren. Demnach ereignete sich der Angriff bereits am Dienstagmorgen in der von der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) kontrollierten Stadt Al-Mansura in der Provinz Rakka.

Laut SOHR wurde die Attacke von der US-geführten Anti-IS-Koalition durchgeführt. Wie die Nachrichtenagentur dpa meldet, berichtet auch die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana von dem Bombardement.

Bereits am Dienstag hatten die Anti-IS- und Anti-Assad-Aktivisten von "Raqqa is being slaughtered silently" gemeldet, in der Stadt sei die Al-Badia-Schule getroffen worden, in der sich mehr als 50 Familien aufgehalten haben sollen.

Meldungen von Aktivisten, aber auch von der syrischen Regierung, aus dem syrischen Kampfgebiet lassen sich nicht immer unabhängig überprüfen. Die Angaben der Beobachtungsstelle für Menschenrechte im englischen Coventry haben sich aber in den meisten Fällen als zutreffend herausgestellt.

SPIEGEL ONLINE

cht/AFP/dpa



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