Syrien Tote bei Selbstmordanschlag in Damaskus

In der syrischen Hauptstadt Damaskus kommt es relativ selten zu Anschlägen. Nun hat ein Selbstmordattentäter mindestens sieben Menschen mit in den Tod gerissen.


Bei einem Selbstmordanschlag in Damaskus hat ein Attentäter mindestens sieben Menschen mit in den Tod gerissen. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete, der Mann habe in der Nähe eines Sportvereins seinen Sprengstoffgürtel gezündet. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte sprach von mindestens neun Toten, einschließlich des Selbstmordattentäters.

Nach ihren Angaben ereignete sich der Anschlag in der Nähe von militärischen und Geheimdiensteinrichtungen. Unter den Opfern seien vier Soldaten, teilte die Beobachtungsstelle mit.

Die Hintergründe des Anschlags waren zunächst unklar. In der von der Regierung des syrischen Staatschefs Baschar al-Assad kontrollierten Hauptstadt kommt es relativ selten zu Anschlägen. Die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen von Aktivisten in Syrien. Ihre Angaben sind von unabhängiger Seite kaum zu überprüfen, haben sich in der Vergangenheit jedoch als zuverlässig erwiesen.

In Aleppo ist seit Ende Dezember eine Waffenruhe in Kraft. Die syrische Armee und ausländische Milizen hatten die Stadt vor rund drei Wochen vollständig erobert. Gebessert hat sich die Lage dort für die Menschen noch lange nicht. Hunderttausende sind ohne Heizung, Strom und Wasser, Zehntausende leben in Ruinen, die Gesundheitsversorgung ist notdürftig (Lesen Sie hier einen Bericht über die aktuelle Lage in Aleppo).

kry/AFP

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