Kampf gegen Assad USA erkennen syrische Opposition an

Barack Obama erhöht den Druck auf den syrischen Diktator Assad. Der US-Präsident verkündete in einem TV-Interview, dass die USA das syrische Oppositionsbündnis als die alleinige legitime Vertretung des Volkes anerkennen werden.
US-Präsident Obama: "Das ist ein großer Schritt"

US-Präsident Obama: "Das ist ein großer Schritt"

Foto: Robin Buckson/ AP

Washington - Nach der Europäischen Union haben jetzt auch die USA die syrische Opposition offiziell anerkannt. Das Oppositionsbündnis sei der "legitime Vertreter der syrischen Bevölkerung", sagte Präsident Barack Obama am Dienstag dem Fernsehsender ABC News.

"Das ist ein großer Schritt", meinte Obama am Dienstagabend. "Die Anerkennung bedeutet natürlich auch Verantwortung", unterstrich er.

Wie ABC unter Berufung auf Regierungskreise berichtete, gehe mit der Anerkennung nicht die Aufnahme von Waffenlieferungen an die Gegner des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad einher. Jedoch sei damit eine Tür in diese Richtung geöffnet worden.

Am Montag hatten die EU-Außenminister das im November gebildete Oppositionsbündnis Syrische Nationale Koalition anerkannt. Der Konflikt zwischen der Regierung von Präsident Assad und der Opposition dauert seit März 2011 an. Seitdem wurden Schätzungen zufolge mehr als 42.000 Menschen getötet.

Die EU verhängte vielfach Sanktionen gegen die Assad-Regierung. Aufgrund der Kämpfe gibt es mehr als 1,2 Millionen Vertriebene innerhalb Syriens sowie fast eine halbe Million Flüchtlinge in den Nachbarländern.

Am Mittwoch tagt im marokkanischen Marrakesch zum vierten Mal die internationale Ministerrunde der sogenannten Gruppe der Freunde des syrischen Volkes. Dabei rechnet Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) nach eigenen Worten mit einer "Aufwertung" der Syrischen Nationalen Koalition. Das Oppositionsbündnis solle ein "Ansprechpartner für einen politischen Prozess zur Lösung des Syrien-Konflikts" werden.

pad/AP/dpa/Reuters
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.