Streit über mutmaßlichen Giftgasangriff USA kündigen weitere Sanktionen gegen Russland an

Im Streit über einen mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien legen die USA nach: Die Regierung in Washington will gegen russische Unternehmen vorgehen, die in Verbindung mit dem Einsatz von Chemiewaffen stehen.
US-amerikanische Uno-Botschafterin Nikki Haley

US-amerikanische Uno-Botschafterin Nikki Haley

Foto: EDUARDO MUNOZ/ REUTERS

Die US-amerikanische Uno-Botschafterin Nikki Haley hat nach den Luftangriffen in Syrien neue Wirtschaftssanktionen gegen Russland angekündigt. Finanzminister Steven Mnuchin werde die Strafmaßnahmen am Montag bekannt geben, sagte Haley dem Sender CBS.

Die Sanktionen sollen sich demnach gegen Unternehmen richten, die Produkte herstellen, die in Verbindung mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad oder dem Einsatz von Chemiewaffen stehen. Eine Vertreterin der US-Regierung hatte am Samstag gesagt, es gebe Hinweise auf einen Einsatz der Nervengifte Chlorgas und Sarin bei dem Angriff in der Stadt Duma.

Die USA, Großbritannien und Frankreich hatten in der Nacht zum Samstag als Vergeltung für den mutmaßlichen Giftgasangriff drei Ziele in Syrien angegriffen, die nach ihrer Darstellung in Verbindung mit Chemiewaffen stehen. Die drei Staaten machen Assad für den mutmaßlichen Gasangriff vom 7. April verantwortlich. Nach Angaben der Zivilschutzorganisation Weißhelme wurden dabei mindestens 43 Menschen getötet.

Putin warnt Washington

Der mutmaßliche Giftgaseinsatz und der Luftangriff als Reaktion darauf hatten in den vergangenen Tagen erhebliche diplomatische Verstimmungen ausgelöst - insbesondere zwischen den USA und Russland. Zuletzt hatte der russische Präsident Wladimir Putin die USA und ihre Verbündeten vor weiteren Luftangriffen auf syrische Stellungen gewarnt.

Die USA hatten erst vor wenigen Wochen Sanktionen gegen Russland verhängt - "für destabilisierende Aktivitäten" und "böswillige russische Cyberaktivitäten" im US-Wahlkampf. Die Strafmaßnahmen gegen 19 Russen und fünf Organisationen zielten vor allem auf die berüchtigte "Troll-Fabrik" des Oligarchen Jewgenij Prigoschin.

mxw/dpa
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