Erneuter Zwischenfall USA schießen syrische Drohne ab

Der Abschuss eines syrischen Kampfflugzeugs durch die von den Amerikanern unterstützte Koalition hat zu einem schweren Zerwürfnis zwischen Russland und den USA geführt. Nun gab es einen neuen Zwischenfall.
US-Jet über Syrien

US-Jet über Syrien

Foto: HAMAD I MOHAMMED/ REUTERS

Die US-amerikanische Luftwaffe hat eine unbemannte Drohne des syrischen Regimes abgeschossen. Das teilte die von den USA geführte Militärkoalition mit.

Das bewaffnete Flugobjekt sei am Dienstag angegriffen worden, nachdem es feindliche Absichten gezeigt habe und auf Truppen der Anti-IS-Koalition zugeflogen sei, hieß es weiter. Der unbemannte Flugkörper sei im Iran hergestellt worden, sagte ein Koalitionssprecher der AFP. Er habe Truppen gehört, die den syrischen Machthaber Baschar al-Assad im Bürgerkrieg unterstützten.

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Die Drohne vom Typ Schahed 129 wurde den Angaben zufolge im Süden Syriens nahe der jordanischen Grenze von einer F-15-Maschine der US-Luftwaffe abgeschossen.

Es handelte sich bereits um den zweiten Vorfall dieser Art innerhalb von zwei Wochen. Am Sonntag hatte ein Flugzeug der syrischen Streitkräfte US-Angaben zufolge Bomben in der Nähe verbündeter Truppen der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) abgeworfen. Daraufhin sei die Maschine umgehend von einer F/A-18E "Super Hornet" abgeschossen worden.

Video: Spannungen wegen abgeschossenem Kampfjet in Syrien

Das aus kurdischen und arabischen Einheiten bestehende und von den USA unterstützte SDF-Bündnis bekämpft in der Region die Extremisten der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Der Vorfall ereignete sich südlich von Tabka, nahe der IS-Hochburg Rakka. Laut Pentagon war es das erste Mal, dass die USA einen syrischen Jet abgeschossen haben.

Russland kritisierte den Abschuss und kappte den Kommunikationskanal zu den USA. Künftig werde das russische Militär Flugzeuge und Drohnen der US-geführten Koalition als potenzielle Ziele ins Visier nehmen, wenn sie westlich des Flusses Euphrat gesichtet würden, teilte Moskau mit.

vks/Reuters
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