Tanker "Adrian Darya-1" USA sehen Verkauf iranischen Öls an Syrien als erwiesen an

Die USA sind nach Großbritannien ebenfalls sicher, dass der iranische Öltanker "Adrian Darya-1" entgegen anderslautender Aussagen Teherans seine Ladung in Syrien gelöscht hat.

Öltanker "Adrian Darya-1" auf einem Satellitenbild
DPA

Öltanker "Adrian Darya-1" auf einem Satellitenbild


Nach den Briten sind nun auch die USA überzeugt, dass der iranische Öltanker "Adrian Darya-1" seine Ladung in Syrien gelöscht hat. Zuvor hieß es bereits, das Schiff habe offenbar Kurs auf Syrien genommen.

Die USA haben nach eigenen Angaben Beweise für die Übergabe der Ölladung an Syrien. Die Sprecherin des US-Außenministeriums, Morgan Ortagus, sagte: "Das iranische Regime hat Öl an Syrien geliefert."

Am Mittwoch hatte Iran die Vorwürfe aus London zurückgewiesen, die bei der Freigabe des Öltankers durch Großbritannien gegebenen Zusagen gebrochen zu haben. Irans Gesandter in London twitterte dazu, die Öl-Ladung sei auf hoher See an eine Privatfirma verkauft worden, womit kein Völkerrecht verletzt worden sei.

Die USA hatten am Dienstag bereits angedeutet, dass die Ladung an Syrien verkauft wurde, aber vor einer Bestätigung zurückgeschreckt. Auf Nachfragen, ob die USA Beweise hätten, erklärte Ortagus: "Ich würde das nicht sagen, wenn wir keine hätten."

Die USA hatten alle Mittelmeerstaaten unter Druck gesetzt, dem Tanker keinen Ankerplatz zu gewähren. Sie versuchen im Konflikt mit Iran, dessen Ölexporte auf null zu bringen. Teheran ist im syrischen Bürgerkrieg ein wichtiger Verbündeter des syrischen Machthabers Baschar al-Assad.

cht/Reuters

insgesamt 12 Beiträge
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sikasuu 13.09.2019
1. die Öl-Ladung sei auf hoher See an eine Privatfirma verkauft worden,..
.... womit kein Völkerrecht verletzt worden sei. # Tja. gut, kommt öfter vor das die Ladung eines Tankers auf der Reise mehrfach den Besitzer wechselt!.... . Können vielleicht die U-SA&GB jetzt mal aufhören rum zu tönen? Der Iran kann Öl verkaufen an wen er will. Oder hat es schon einen UN-Beschluss gegeben, den ich verpasst habe? So langsam wird es peinlich. Sperren wir demnächst den EU Luftraum, legen US-Flieger & Schiffe an die Kette, die Waffen auf die "Arabische Halbinsel" bringen?
HeisseLuft 13.09.2019
2. Was für eine unfassbare Überraschung
Wo uns doch Foristen versichert hatten, die Papier hätten den Briten doch von Anfang an klar gesagt, dass die Ladung woanders hingehe. Sie hätten das nur absichtlich ignoriert, um ihren Piratenakt (im eigenen Hafen) durchzuziehen. Und der Tanker könne gar nicht Syrien anlaufen... nee, aber umladen kann er. *lach*
frantonis 13.09.2019
3. Und wo ist das Problem?
Der Iran darf doch an Syrien Öl verkaufen. Nur nicht an die USA...
Proggy 13.09.2019
4. Natürlich, die haben immer recht
Zitat von HeisseLuftWo uns doch Foristen versichert hatten, die Papier hätten den Briten doch von Anfang an klar gesagt, dass die Ladung woanders hingehe. Sie hätten das nur absichtlich ignoriert, um ihren Piratenakt (im eigenen Hafen) durchzuziehen. Und der Tanker könne gar nicht Syrien anlaufen... nee, aber umladen kann er. *lach*
Selbstverständlich hat das jeder gewußt. Aber man kann es mal probieren, wird schließlich immer schnell vergessen. Iraner führen USA und UK vor. Der Iran wird dafür gefeiert werden und Syrien der (alleinige) Schuldige sein - Diplomatie der 'freien' Welt, gegenüber iranischen Mullahs.
HeisseLuft 13.09.2019
5. Na dann machen wir doch mal die Nageprobe
Zitat von sikasuu.... womit kein Völkerrecht verletzt worden sei. # Tja. gut, kommt öfter vor das die Ladung eines Tankers auf der Reise mehrfach den Besitzer wechselt!.... . Können vielleicht die U-SA&GB jetzt mal aufhören rum zu tönen? Der Iran kann Öl verkaufen an wen er will. Oder hat es schon einen UN-Beschluss gegeben, den ich verpasst habe? So langsam wird es peinlich. Sperren wir demnächst den EU Luftraum, legen US-Flieger & Schiffe an die Kette, die Waffen auf die "Arabische Halbinsel" bringen?
*Jetzt nehmen wir spaßeshalber doch einfach mal Ihr Beispiel für bare Münze.* Nehmen wir mal an, die EU hätte ein Waffenembargo gegen die "Arabische Halbinsel" verhängt. Oder von mir aus gegen irgend jemand sonst. Und nun würde ein US-Frachter in einen EU-Hafen einlaufen, mit dem weiteren Ziel, eine eben solche Fracht auf die "Arabische Halbinsel" zu bringen. Sie würden dann zusehen? Und gegen eine mögliche Beschlagnahmung des Frachters und der Fracht votieren? Der Frachter dürfe auch nicht im Hafen oder auf der Hafenreede eines EU-Landes beschlagnahmt werden?
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