Syrien Viele Kinder sterben bei Attacke auf Schule

Eine Granate hat in Syrien offenbar eine Schule in einem Flüchtlingslager getroffen. Dabei wurden zahlreiche Kinder getötet. Staatliche Medien berichten von bis zu 30 Toten - und machen die Rebellen für die blutige Attacke verantwortlich.

Damaskus - Zahlreiche Schüler und ein Lehrer sind beim Einschlag eines Geschosses in einer Schule nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus getötet worden. Unklar ist noch, wie viele Menschen bei dem Angriff ums Leben gekommen sind. Zunächst war von acht Kindern und einem Lehrer die Rede. Laut der Nachrichtenagentur Reuters könnte die tatsächliche Opferzahl mit rund 30 jedoch noch deutlich höher liegen.

Meldungen aus Syrien sind kaum unabhängig zu verifizieren, da internationale Beobachter und Journalisten dort nicht frei arbeiten können.

Die Granate habe am Dienstag eine Schule des Lagers al-Wafidin in der Provinz um die seit Monaten heftig umkämpfte Hauptstadt getroffen, heißt es. Als erstes berichtet das Staatsfernsehen über den Vorfall - und machte die Aufständischen im Land verantwortlich. Die neuen Zahlen stammen von der ebenfalls staatlichen Agentur Sana.

In dem Lager im Nordosten von Damaskus leben rund 25.000 Vertriebene von den Golan-Höhen, die seit 1967 von Israel besetzt sind.

Regierungstruppen und Rebellen liefern sich seit Monaten heftige Gefechte in den Vororten der Hauptstadt. Nachdem die Aufständischen erstmals auch bis zur Straße zum internationalen Flughafen vorgedrungen waren, startete die Armee am vergangenen Donnerstag eine Großoffensive. Ihr Ziel ist es, die Gegend im Umkreis von acht Kilometern um die Hauptstadt wieder voll unter ihre Kontrolle zu bringen.

jok/AFP/Reuters
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