Krieg in Syrien Viele Tote bei Bombenanschlägen in Aleppo

Vier Bomben sind kurz hintereinander in der syrischen Millionenstadt Aleppo explodiert. Dabei kamen nach Angaben der Behörden 27 Menschen ums Leben. Die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter spricht von 40 Toten, darunter sollen vor allem Soldaten von Assads Armee sein.

DPA

Aleppo/Damaskus - In der syrischen Stadt Aleppo sind kurz hintereinander vier Autobomben detoniert. Wie aus Kreisen syrischer Behörden verlautete, wurden mindestens 27 Menschen getötet, mehr als 70 weitere erlitten Verletzungen. Die Zahl der Todesopfer könne sich noch erhöhen, weil sich unter den Verwundeten viele Schwerverletzte befänden, sagte ein städtischer Beamter der Nachrichtenagentur AFP.

Die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter meldete 40 Tote. Mindetsens 90 Menschen seien verletzt worden. Die Beobachtungsstelle erklärte, unter den Todesopfern seien vor allem Armeeangehörige. Auch aus Militärkreisen hieß es, mehrere Soldaten seien getötet worden.

Die staatlichen Medien und die Opposition berichteten übereinstimmend, drei Sprengsätze seien auf dem al-Dschabiri-Platz vor einem Offiziersclub explodiert. Eine weitere Bombe soll ein paar hundert Meter entfernt in der Nähe der Handelskammer hochgegangen sein. Das Gebiet wird von Regierungssoldaten kontrolliert. An dem Platz im Zentrum der Stadt befinden sich auch zahlreiche Regierungsgebäude, die geschlossen wurden.

Al-Ikhbarija TV, das der Assad-Regierung nahesteht, zeigte Bilder von Leichen, Kratern in Straßen und beschädigten Gebäuden.

Die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter meldete, es habe Dutzende Tote und Verletzte gegeben. Unter den Toten seien zahlreiche Angehörige der Regierungstruppen. Das Staatsfernsehen sprach von "terroristischen Anschlägen". Die Nachrichtenagentur AP berichtete von Selbstmordattentaten.

Aleppo ist hart umkämpft. Die Wirtschaftsmetropole war bis Juli unter der Kontrolle der Regierung. Seit Monaten dauern heftige Kämpfe an. In der vergangenen Woche starteten die Rebellen eine neue Offensive, um die Stadt einzunehmen. Während der Gefechte geriet auch der zum Weltkulturerbe zählende historische Basar in der Altstadt in Brand.

In der Stadt Deir as-Saur, die in der Nähe der Grenze zum Irak liegt, soll kurz nach den Anschlägen in Aleppo ein Kleinlaster detoniert sein.

Seit dem Beginn des Aufstands gegen Präsident Baschar al-Assad im März 2011 starben nach Angaben der Beobachtungsstelle in Syrien mehr als 31.000 Menschen.

heb/Reuters/dpa/AFP

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fettwebel 03.10.2012
1. neue
Offensichtlich ist in Aleppo nichts mehr "heftig umkämpft". Dafür starten die "Aktivisten" die üblichen hinterhältigen Anschläge. Opfer sind natürlich keine Zivilisten, sondern Regierungstruppen. Wir lernen zu unterscheiden böse und gute Bombenanschläge. Danke Medien.
jayjay21 03.10.2012
2.
Das böse syrische Staatsfernsehen spricht bei der Explosion von drei Autobomben mit mindestens 27 Toten und und 70 verletzten von Terrorismus. Unsere hervorragenden deutschen demokratischen un unparteiischen Medien - hier vertreten durch SPON - tun das natürlich nicht. Daran habe ich mich gewöhnt, Bombenexplsionen die viele Menschen dahinraffen sind nämlich genau dann nicht terroristisch, wenn sie von den Guten herbeigeführt werden.
radeberger78 03.10.2012
3. Da sieht man mal wieder,
Zitat von sysopDPADrei Bomben sind in der syrischen Stadt Aleppo explodiert. Dabei kamen nach Angaben der Behörden 27 Menschen ums Leben. Das Staatsfernsehen sprach von "drei terroristischen Anschlägen". http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-viele-tote-bei-bombenexplosionen-in-aleppo-a-859291.html
dass ist das selbe islamische Extremistengesindel, was auch in Afghanistan, Pakistan, Tschetschenien, Irak, Libyen und sonstwo immer wieder Menschenleben fordert. Und sowas wird auch noch von unseren Regierungen gestützt, das will mir einfach nicht in den Kopf.
Ernst August 03.10.2012
4.
Zitat von sysopDPADrei Bomben sind in der syrischen Stadt Aleppo explodiert. Dabei kamen nach Angaben der Behörden 27 Menschen ums Leben. Das Staatsfernsehen sprach von "drei terroristischen Anschlägen". http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-viele-tote-bei-bombenexplosionen-in-aleppo-a-859291.html
Und wieder klammheimliche Freude bei den Terroristenfreunden. Fazit. Wenn die Banden in Aleppo militärisch stark genug wären dann bräuchten sie nicht feige Bomben zu legen. Der Platz ist übrigens von vielen Cafes und Geschäften umgeben. Da wohnen Menschen (In Aleppo leben weit über 10000 Menschen auf einem km². Gilt auch für Damaskus). Aber die klammheimlichen Terrorfreunde erzählen was von der Armee kontrolliert u.s.w.. Schämt euch Terrorfreunde.
Be.no 03.10.2012
5. Marodeure sind weder Aktivisten noch Freitskaempfer
Wann kommt endlich die "Allianz der Guten" von USA und Satelliten zu der Erkenntnis statt diese aktivistischen,bombastischen Moerderbanden von ueberwiegend auslaendischen Soeldnern mit Geld und guten Worten zu unterstuetzen der gewaehlten offiziellen Regierung Syriens im Kampf gegen diese Marodeure Hilfe anzubieten?
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